Die Diskussion um das Helmtragen ist natürlich wichtig, um den Menschen die Folgen von mit-Helm und ohne-Helm zu zeigen. Aber: es lenkt auch gleichzeitig davon ab, dass die Sicherheit von Radfahrern eben nicht hauptsächlich davon abhängt, ob man einen Helm trägt oder nicht, sondern von der Infrastruktur und dem Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer. Siehe auch dazu die wichtigsten Fakten aus der polizeilichen Unfallstatistik Ersichtlich wird daraus: Verursacher sind meistens PKWs (edit: das habe ich etwas falsch dargestellt, siehe dazu auch die Kommentare) . Die häufigste Ursache sind Fehler beim Abbiegen.
Ein Helm verhindert eben doch keine Unfälle, vermindert höchstens die Folgen. Meine Forderungen sind deshalb:
- Infrastruktur, die Fahrradfahrern Sicherheit bietet (z.B. auch gutes Kreuzungsdesign), So könnten Radfahrer besser geschützt werden, wdr.de
- Abbiegeassistenten für LKW, "Fahrverbot für Lkw ohne Abbiegeassistent" spiegel.de, WP:Abbiegeassistent
Natürlich sind das zwei verschiedene Ebenen: Politik und individuell. Von daher lässt sich die Gefahr akut doch nur mit einem Helm mindern. Den Hinweis auf die politische Ebene finde ich dennoch wichtig. Besonders wichtig sind Helme jedoch für die Gruppen, die sowieso schon stärker gefährdet sind: ältere Menschen, wie auch von dir angesprochen, und ich meine auch statistisch gesehen gehören Kinder auch dazu.
RE: Wer Hirn hat, der schützt es!