In dem Balkendiagramm aus der Presse ist zu erkennen das es 1950 eine sehr hohe Arbeitslosigkeit in Österreich gab die im Laufe der Jahre, bis 1970 ständig abnahm und eine kurze Zeit gleich blieb. Seit 1980 stieg dieser Wert allerdings wieder kontinuierlich an. 2014 war die Arbeitslosigkeit gleich hoch wie 1950. In dieser Statistik wird keine Bevölkerungsanzahl angegeben weshalb man nicht sagen kann das es genauso viele Beschäftigungslose wie damals gibt.
Warum heute wieder eine vergleichsweise hohe Arbeitslosigkeit in Österreich gezählt wird, im Vergleich der Nachkriegszeit, in der es an Mittel und Geld fehlte, schließe ich auf das Alter der Bevölkerung, der Digitalisierung und Migration hin.
Möglichkeiten zur Minimierung der Arbeitslosigkeit in Österreich gibt es einige.
Eine sehr gute Maßnahme ist die gesetzliche Regulierung der Europäischen Union gegen Lohndumping. Dies verhindert das Österreichische Arbeitgeber, Arbeitskräfte aus dem Ausland für einen niedrigeren Lohn einstellt, als es gesetzlich vorgeschrieben ist. Dadurch ist es Unternehmen nicht mehr konsequenzlos möglich niedrigere Löhne zu bezahlen und den Rest in die eigene Tasche zu verdienen, ohne Sozialabgaben zu leisten. Diese sind aber nötig um Gesetze und die Kontrolle dieser durchzuführen.
Die Diskussion über die Digitalisierung finde ich persönlich als nicht so dramatisch als man befürchtet hat, denn es schafft wieder neue Beschäftigungsbereiche und Arbeitsplätze. Wichtiger in diesem Zusammenhang finde ich die Absicherung im hohen Alter, einen sicheren Arbeitsplatz zu haben. Nicht zu oft wurden Arbeiter kurz vor ihrer Pensionierung aus irgendwelchen Gründen aus der Firma gedrängt um sich so hohe Abfertigungen für die geleistet Arbeit in ein Unternehmen zu ersparen. Dies führt bestimmt auch zu einer höheren Arbeitslosigkeit als es sein müsste.
Arbeitsplätze für jeden ?! In Österreich ist die Situation glücklicherweise sehr sozial. Hier wird auf Bildung und Weiterbildung geachtet um die Möglichkeit auszuschließen, das der Mensch nichts kann und deswegen keinen Arbeitsplatz findet.
Migration trägt auch einen Teil der derzeitig hohen Arbeitslosigkeit bei. Es wurden dagegen ebenfalls schon Maßnahmen getroffen um auch dieser Bevölkerungsgruppe eine Beschäftigung zu verschaffen. Dies ist zwar kostspielig aber wird sich für den Wirtschaftlichen Aspekt positiv für das Land auswirken.
Aktuelle Themen wie das bedingungslose Grundeinkommen sehe ich nicht als Grund für einen Anstieg der Arbeitslosigkeit, da der Antrieb des Menschen sehr hoch ist und es in der Natur des Menschen liegt sich zu beschäftigen. Auch die Dynamik in der Gesellschaft minimiert den Willen zur Arbeitslosigkeit.
Eine Möglichkeit der hohen Statistik sehe ich in der aktuellen Finanzpolitik und den Geldgebern die für Ein-Personen-Unternehmen bis Klein und Mittelstands Unternehmen kein Geld vergeben und lieber mit starken Finanzpartnern ihre Verträge abschließen, da dies auch mehr Geld brächte. Die Gefahr einer Kluft diesbezüglich ist hoch. Die Erkenntnis dieser Möglichkeiten, sichern wieder einigen Menschen Arbeitsplätze, bei denen man dieses Vorgehen zu verhindern versucht.
Anm.: Beispiel