Vergangenheit
Bei Zukunftsvorstellungen ist uns klar, dass wir uns diese „selbst erstellen“. Wie ist es aber mit der Vergangenheit?
Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass wir z.B. Bilder in unserem Gehirn nicht als Bilder abgespeichert haben und diese dann „einfach so“, wie ein Computer die in ihm gespeicherte Daten, wieder hervorholen. Unser Gehirn arbeitet in einer viel dynamischeren Weise: es hat die Fähigkeit, die gespeicherten Bilder wieder zu erschaffen. Es gibt eine Art Regelwerk, die es erlaubt, aus den Gedanken an das Bild, das wir mal gesehen haben, dieses wieder zusammenzubauen.
Nun erleben wir in jedem Augenblick Neues. Es werden neue Verbindungen in unserem Gehirn geschaffen. Das Gehirn von heute ist also nicht mehr das Gehirn, welches das Bild damals gesehen hat.
Da es sich bei der Rekonstruktion des Bildes um einen dynamischen Vorgang im Jetzt handelt, basiert er auf dem Gehirn von heute. Dieses baut alles Neue quasi als neue Berechnungsgrundlage in die Rekonstruktion ein.
Unsere Vergangenheit ist nicht fest abgespeichert. Die Erinnerung an sie verändert sich. Mehr als die Erinnerung an die Vergangenheit haben wir aber nicht, weshalb sich quasi unsere Vergangenheit selbst verändert.
Dieses Wissen ist in vielen Bereichen ein Befreiungsschlag gegen das „Gefängnis Vergangenheit“ in dem wir uns gefangen zu sein glauben. Können wir den Zugang zu unserer Vergangenheit und die Blickwinkel darauf verändern, so verändert sich auch unsere Vergangenheit bzw. die Auswirkung, die sie heute auf uns hat.
gibt es als praktische PDF-Datei mit 730 Seiten
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