Unter dem Motto "Entdecke, was uns verbindet" öffneten heute zum Tag des offenen Denkmals zwischen 10 und 18 Uhr wieder zahlreiche Eigentümer ihre Pforten, um spannende Einblicke in unterschiedliche Kulturdenkmale zu gewähren. Insgesamt luden 50 Dresdener Denkmale ein.
Unser erstes Ausflugsziel war das Renaissanceschloss Schönfeld.
Ich war ganz überrascht, denn ich erfuhr seit 11. Mai 2013 wieder Trauungen auf dem Schloss stattfinden.
1573–1577 wurde das Schloss Schönfeld als Renaissanceschloss erbaut.
Ich bin immer wieder begeistert wie Frauen früher in der Küche zugange waren. Könnte ich mir nicht vorstellen, so etwas köstliches zuzubereiten.
Eine ehemalige Gefängniszelle ist zu sehen.
Die Erben des Bauherren Georg von Cracow verkauften die Erben das Schloss an den kurfürstlichen Kammermeister Georg von Schilling. Danach hatte das Schloss wechselnde Eigentümer, die bekanntesten und segensreichsten ist die Familien von Friesen. Eine Tochter der Gräfin Cosel war hier zwei Jahre lang Schlossherrin. Man munkelt, dass in diesen Jahren die Gräfin Cosel auch hier gewesen sei.
Über diese kleine Brücke geht es gleich nebenan in die Kirche.
In der Großen Gruft unter dem 1678 angefügten Chorraum ruhen verschiedene Mitglieder der Familie von Friesen, darunter Augusta Constantia von Friesen (+ 1728). Diese war als legitimes Kind von August dem Starken und der Gräfin Cosel anerkannt und heiratete später den Schönfelder Schlossherren.
Augusta Constantia war an den Pocken gestorben. Bei Restaurationsarbeiten machten man vor Jahren einen grausigen Fund. Im Sarg waren von innen Kratzspuren entdeckt worden.
Anschließend an Schloss und Kirche gibt es einen kleinen Park.
Unsere kleine Reise in die Vergangenheit führt uns weiter an den Rand der Dresdener Heide zum Stadtteil Weißer Hirsch. Hier steht der Chinesischen Pavillon.
Es wurde 1911 von der chinesischen Regierung als offizieller Beitrag zur Internationalen Hygieneausstellung errichtet und zog viele Besucher an. 1912 wurde das Bauwerk an seinen heutigen Standort versetzt, diente als Lesecafe und Restaurant für Kurgäste und Ausflügler und blieb auch in den Jahren der DDR ein beliebter Ausflug. Hier wurde ich als Lehrling zur Restaurantfachfrau ausgebildet.
Ein Brand im Sommer 1997 und nachfolgender Vandalismus richteten im Inneren des Gebäudes schwere Schäden an.
Doch es wurde wieder denkmalgerecht hergerichtet.
Schön, dass es diese Möglichkeit gibt altes, neu zu entdecken!