Wirft man einen Ball in die Luft, erwartet man aufgrund der Erdanziehung, dass er wieder zu Boden fällt. Etwas seltsam wäre es aber, wenn der Ball nicht zurück auf die Erde fällt sondern immer schneller und schneller wird und hinter den Wolken verschwindet.
In diesem Artikel soll es um die immer schnellere Ausdehnung des Universums gehen, also eigentlich um etwas ähnlichem, wie in dem Eingangsbeispiel beschrieben. Jahrelang ging man von der Annahme aus, dass sich die Ausdehnung des Universums verlangsamen würde. Denn irgendwann wäre die gewaltige Energie des Urknalles auch verbraucht. Interessanterweise ist das aber gerade nicht so.
Wie kann man die Beschleunigung des Universums messen?
Ausgangspunkt der anfänglichen Analysen war die Herausforderung, sehr helle Sterne zu finden, die ihr Licht wochenlange aussenden würden. Genauer gesagt suchten die Forscher nicht nach Sternen, sondern nach sogenannten Supernovae – also sehr massereiche Sterne, die explodieren und so eine gewaltige Energie freisetzten, dass man sie mehrere Wochen mit dem Teleskop sehen kann. Diese sehr hellen Supernovae werden auch als sogenannte kosmische Standardkerzen bezeichnet. Denn logischerweise benötigt man für eine Geschwindigkeitsmessung auch genügend Zeit, um feststellen zu können – wie schnell sich die Galaxien tatsächlich voneinander bewegen.
Die erschreckende Erkenntnis
Die Forscher kamen zum Entschluss, dass sich die Ausdehnung des Universums nicht verlangsame, sondern beschleunige. Denn das von den Supernovae ausgestrahlte Licht wurde von Zeit zu Zeit schwächer, worauf die Forscher nur eine Antwort wussten. Die Emittenten des Lichts entfernten sich in ihren eingebetteten Galaxien. Die Berechnungen ergaben aber auch, dass sich die Ausdehnung nicht entschleunige, sondern beschleunige.
Was heißt das nun?
Scheinbar musste es eine Energie geben, die die Ausdehnung des Universums vorantrieb. Seither wurde sie als dunkle Energie bezeichnet Die drei hochrangigen Forscher und Physik-Nobelpreisträger im Jahre 2011 Adam Riess, Brian P. Schmidt und Saul Perlmutter kamen zu einem bemerkenswerten Ergebnis, denn tatsächlich mache die dunkle Energie 95 Prozent des gesamten Universums aus. Wer oder was diese dunkle Energie aber tatsächlich ist, weiß bis heute keiner so ganz genau.
Die aktuellen Messungen…
Vor kurzem wurden erneute Messungen mit dem Hubble Teleskop durchgeführt. Die sogenannte Hubble-Konstante ist die derzeit präzisierte Messung der Welt, um die Beschleunigung der Universen voneinander messen zu können. Die Forscher kamen zum Ergebnis, dass sich gemessene Galaxie mit einer zunehmenden Beschleunigung von 73 Kilometer pro Sekunde von unserem Standpunkt fortbewegt.
Warum das ein Problem ist ...
Die bisherige Physik ging nach dem theoretischen Standardmodell davon aus, dass sich die Universen nur mit einer Beschleunigung von 67 bis maximal 69 Kilometern pro Sekunde bewege. Auch schon frühere Messungen ergaben leicht höhere Werte als wie das theoretische Standardmodell besagt, allerdings nie so weit darüber wie bei der aktuellen Messung. Diese taten die anderen Astrophysiker als ungenaue Messungen ab, weswegen ihnen oft nicht weiter Beachtung geschenkt wurden.
Anhand neuer Messmethoden verringerte sich aber die Wahrscheinlichkeit einer unpräzisen Messung aber auf 1:5.000 – was laut Astrophysiker die Ausschließung eines Messfehlers sehr nahelegt. Ein neuer Ansatz sei auch, dass die dunkle Energie selbst beschleunigt würde und somit die Materie nicht nur antreibe. Einen völlig anderen Weg schlugen allerdings die Wissenschaftler rund um Prof. Dr. Joachim Kopp ein, die die dunkle Materie mit einem noch unbekannten subatomaren Teilchen erklären wollen, einem sogenannten sterilen Neutrino.
Bestätigen sich die Messungen also, müsste man das theoretische Modell umdenken. Da ich mich aber auch schon eine Weile mit sogenannten Visualisierungen beschäftige, hätte ich einen Ansatz, die die Ausdehnung des Universums beschreiben könnte. Geht man nämlich davon aus, dass wir nicht nur aus diesem plumpen materiellen Körper bestehen, sondern auch eine Art Geist und eine Seele haben, so könnte man den Gedanken fortführen, dass der Geist nicht nur die Materie beeinflusst, sondern sie auch erschafft.
Denn es gibt immer mehr Experimente, die scheinbar bestätigen, dass wir als unendlich und ewiger Geist die Materie beeinflussen können. Beeinflussen wir sie nicht nur, sondern schaffen wir auch ständig neue Materie, so würde das die exponentiell ansteigende Ausdehnung des Universums beschreiben. Da ich diesen Artikel aber nicht in Graubereiche der Wissenschaft führen möchte, führe ich diesen Gedanken nicht weiter aus.
Quellen:
https://journals.aps.org/prl/abstract/10.1103/PhysRevLett.120.061301
https://www.n-tv.de/wissen/Dunkle-Energie-bleibt-mysterioes-article4450156.html
http://www.sueddeutsche.de/wissen/physik-der-rasende-kosmos-1.3350490
Gerne könnt ihr mir aber in den Kommentaren eure Meinung dazu hinterlassen. Ich würde mich freuen! :-)
euer @infinitelearning