Software zum schneiden und bearbeiten von Videos gibt es mehr als genug und dabei die Übersicht zu behalten ist nicht einfach. Ich selbst bleibe bei opensource Projekten, welche bisher meinen Ansprüchen genügt haben. Trotzdem haben einige Programme ihre Probleme und deshalb musste ich verschiedene Ausprobiert. Das sind Openshot, Olive Editor und Kdenlive. Eine kurze suche mit Google würde sogar deutlich mehr Programme offenbaren. Die Qual der Wahl.
Die Gemeinsamkeiten sind natürlich die Option ein Video schneiden zu können und Effekte einzufügen, inklusive Key Frames. Weitere Beispiel sind die Farbsättigung oder die Schärfe des Bildes zu verändern. Alle drei bieten auch verschiedene Übergänge nach einem Schnitt. Alle gängigen Formate werden unterstützt.
Openshot
Windows, Linux, Mac
Ein komfortabler Editor der Arbeit abnehmen kann. Ich vergesse manchmal gerne mehr Schärfe ins Bild zu bringen und Openshot macht dies dann von selbst. Die Oberfläche ist sehr simpel gestaltet, was ausgezeichnet für Einsteiger ist.
Die Eigenschaften und Auswahl für das Rendern eines Videos ist auch sehr gut gestaltet. Es kann alles bei den Voreinstellungen belassen oder zusätzlich weitere Einstellungen vorgenommen werden.
Die Bitrate bestimmen zu können ist extrem wichtig. Eine zu hohe Bitrate macht das Video nur unnötig groß.
Ärger gab es dann beim verändern der Framerate eines Videos. Während die andere erwähnte Software keine Probleme hatten eine andere Framerate zu benutzen als zuerst beabsichtigt war, gab Openshot mir nur ein manchmal stockendes Video. Mag nicht für jeden ein Problem sein, wenn die richtigen Einstellungen während der Videoaufnahme gemacht wurden.
Olive Editor
https://www.olivevideoeditor.org/
Windows, Linux, Mac
Ein Editor mit Zukunft und vermutlich jetzt schon eines der besten opensource Projekte da draußen. Es wird nur ein wenig Einarbeitungszeit benötigt. Eines vorab, der Editor ist noch in der Alpha und das letzte große Update war im April 2019. Was nicht beuten soll, dass die Entwicklung zum Stillstand gekommen ist. Olive ist verdammt schnell und gibt Videos sehr flüssig als Vorschau wieder. Das Rendern verläuft genauso zügig ab.
Die Oberfläche lässt sich beliebig anpassen. Weitere Effekte können heruntergeladen werden und nachträglich eingefügt werden. Die Anpassungsmöglichkeiten sind ausgezeichnet.
Nicht so toll ist, die Bitrate kann nicht bestimmt werden. Es wird ein CRF Wert angegeben und dadurch dann die Qualität bestimmt. Das eigentliche Problem, welches ich hier hatte war, das Video lief nicht flüssig und ohne ruckeln nach dem Hinzufügen von Audio.
Kdenlive
Windows, Linux, Mac
Professionell kann dazu nur gesagt werden. Es gibt viele Effekte und Möglichkeiten. Meistens nur etwas Stur, wenn es ins Detail gehen soll. Die Einarbeitungszeit ist nicht sonderlich höher als bei anderen Programmen. Was anfangs Zeit kostet, ist das finden und ausprobieren der Effekte. Übergänge gibt es reichlich.
Die Optionen zum Rendern verhalten sich ähnlich zu Olive. Leider ist Kdenlive recht langsam bei allem. Und manchmal instabil. Worüber ich hinwegsehe, weil alles andere gut funktioniert.
Dies und das
Es hätte eine lange Liste werden können. Neben den opensource Programmen gibt es weitere, welche ohne weiteres Benutzt werden können, frei zugänglich sind und nur für Extras bezahlt werden muss die Spezialisten betreffen. DaVinci Resolve wäre so ein Editor. Ausprobieren hilft. Ich schlage vor, einfach mehrere Programme herunterzuladen und selber zu testen.