Foto: MDR
Wie wohl die meisten hier, habe ich die Nachrichten über das Feuer in Paris verfolgt.
Ich kann nicht umhin, hierzu einige kritische Gedanken zu entwickeln. Natürlich ist es schade das ein so altes und ungewöhnliches Gebäude beschädigt wurde, ebenso wie wohl einige Kunstgegenstände zerstört wurden.
Dennoch, man sollte mal "die Kirche im Dorf lassen", finde ich. Es gab 3 Verletzte - ich hoffe mal, nicht schwer oder dauerhaft geschädigt - aber keine Toten. Das sehe ich als eine sehr positive Meldung an. Auch wenn der Glöckner jetzt wahrscheinlich obdachlos ist.
Soo schlimm ist das alles also gar nicht. Das Gebäude kann man wiederherstellen, wenn man will, das ist nur eine Frage des Geldes.
Und gerade dazu hört man ja erstaunliches. Während für die Opfer der Mozambique Flutkatastrophe im TV die Bevölkerung angeschnorrt wird, um noch ein paar Millionen zusammen zu bekommen, hat man für den Wiederaufbau einer Kirche schon nach 2 Tagen € 600 Millionen (!) von Großspendern. Und dabei hat die katholische Kirche - der die Bude immerhin gehört - noch gar nichts von sich hören lassen. Außer "sehr bedauerlich" oder so was, vom Pabst. Dabei könnte der Vatikan problemlos etliche Milliarden für einen Wiederaufbau beisteuern. Aus der Portokasse sozusagen.
Würde mich gar nicht wundern, wenn demnächst zuerst der französische Steuerzahler in die Pflicht genommen wird, und danach - schließlich sind wir ja alle gute Freunde in Europa - auch die Steuerzahler der EU Einzahlerstaaten.
Daher kann ich nur allen raten: laßt euch nicht von unseren Qualitätsmedien zulabern, wie schlimm das alles ist und das wir jetzt solidarisch zusammenstehen müssen. Die Kathedrale und der ganze Bling darin wurde auch beim ersten mal schon auf Kosten der Allgemeinheit gebaut. Seither hat die katholische Kirche damit ordentlich Geld gemacht - dann sollen sie sich auch um den Wiederaufbau kümmern. Vieleicht sind sie ja auch feuerversichert...
Bleibt wachsam, euer
Irrer-Ivan