Isabella Klais / Aufbruch - Wir für Deutschland!
Das Urteil über Bill Clinton in ethischer Hinsicht steht fest. Der Skandal seiner Amtszeit war die „Lewinski-Affaire“. Und diese Bezeichnung ist ihrerseits skandalös.
Monica Lewinski war seinerzeit 24 Jahre alt, als ihr Weg sich mit dem Bill Clintons im Weißen Haus kreuzte, wo sie ein Praktikum absolvierte. Korrumpiert von der Begegnung mit der Macht, wird ihre offen zur Schau getragene Begeisterung für ihn durchaus echt gewesen sein. In ihrem Alter sollte sie eigentlich nicht mehr ganz naiv gewesen sein, aber die Nähe zur Macht hat schon ganz anderen die Sinne vernebelt. Es wäre auch kein Präzedenzfall gewesen, hätte einer wie Clinton die unattraktive Frau an seiner Seite durch eine Jüngere ersetzt. Und so mag Monica Lewinski sich bereits als first lady in spe gesehen haben.
Ihre Träume erfüllten sich nicht. Jäh daraus erwacht, stand sie schon in jungen Jahren vor den Scherben ihres Lebens. Zwar erlangte sie weltweite Berühmtheit, doch so hatte sie es sich nicht vorgestellt.
Das feige Schwein im oval office leugnete seine Beziehung mit der jungen Frau beharrlich, nachdem sie publik geworden war. Er mußte erst durch forensischen Beweis der Lüge überführt werden, der er sie öffentlich zu Unrecht bezichtigt hatte.
Monica Lewinski hatte nie wieder die Chance eines selbstbestimmten Lebens. Stets schwebt der Albtraum über ihr. Sie wurde den Schatten Bill Clintons bis heute nicht mehr los und wird in die Annalen eingehen als seine Konkubine. Was auch immer sie tut, wird dieses Attribut ihr anhängen. Sie ist auf Lebenszeit mit Clinton verbunden, doch so ganz anders, als sie es sich vorgestellt hatte: kompromittiert, gedemütigt, verraten und der Lächerlichkeit preisgegeben vor der gesamten Welt.
Ebenso schockierend wie sein würdeloses Verhalten ist Clintons jetzige Erklärung dazu.
Zunächst mißbrauchte der Ehrlose die junge Frau in verantwortungsloser Ausnutzung ihrer Bewunderung und seiner Machtposition. Er wußte, daß sie nie eine echte Chance bei ihm haben würde, beließ sie jedoch in dem Glauben, daß es so wäre. Er benutzte sie und warf sie anschließend weg. Dabei mußte ihm bewußt sein, was das für sie letztlich bedeuten würde: ein zerstörtes Leben.
Der von ihm benannte Grund seines Verhaltens macht fassungslos. Er habe einen Ausgleich für den auf ihm lastenden Druck seines Amtes gebraucht und seine Ängste bewältigen wollen, erklärt die Memme. Die Konsequenzen habe er nicht bedacht.
Man mag sich nicht vorstellen, daß dieser Soziopath einen Atomkrieg hätte auslösen können, ohne die Konsequenzen zu bedenken. Ein feiger, überforderter Schwächling und Versager mit der gefährlichsten Waffe.
Das kölsche Sprichwort „Et hätt noch immer jot jejange.“ wäre darauf bestimmt die inadäquate, da unzureichende Reaktion.
Obwohl Hillary Rodham die zweite Betrogene in dieser unappetitlichen Geschichte war, hat sie kein Mitleid verdient. Sie steht ihrem Mann charakterlich kaum nach. Aus opportunistischen Erwägungen blieb sie an seiner Seite und verlor dort auch ihre Ehre.