Isabella Klais / Aufbruch - Wir für Deutschland!
Der türkische Oppositionsführer Kemal Kılıçdaroğlu führt Recep Tayyip Erdoğan im Parlament mit der Frage vor, wie er eigentlich dazu komme, die syrische Regierung aufzufordern, sich von ihrem eigenen Territorium zurückzuziehen. Damit trifft der Oppositionspolitiker genau ins Schwarze.
Die Türkei, unter der Führung des Despoten Erdoğan, mäandert in völliger Überschätzung ihrer Bedeutung und ihrer Möglichkeiten durch die internationale politische Landschaft. Dabei manövriert sie sich in Sackgassen, aus denen sie mit Gewaltanwendung und Erpressung zu entkommen versucht.
Dem müßte die Völkergemeinschaft mit aller Härte entgegentreten, denn nur das ist die Sprache, die ein außer Kontrolle geratener Abenteurer versteht.
Die NATO - nur dem Namen nach ein Verteidigungsbündnis, tatsächlich aber ein Angriffspakt - bedient sich stattdessen jedoch seiner, um in Syrien das Kriegsblatt doch noch zu ihren Gunsten zu wenden in einem Kampf, der schon verloren schien.
Auf Betreiben des Erdoğan-Regimes kam die NATO zu Konsultationen nach Artikel 4 des NATO-Vertrages zusammen. Artikel 4 sieht Beratungen der Nato-Staaten vor, wenn einer von ihnen die Unversehrtheit seines Staatsgebietes, seine politische Unabhängigkeit oder seine Sicherheit bedroht sieht. Keine dieser Voraussetzungen trifft hier zu, weswegen die Gespräche nicht hätten anberaumt werden dürfen.
Während Baschar al-Assad in dieser Region sein Land von terroristischen Gruppierungen mit Assistenz des von ihm dazu ins Land gebetenen russischen Militärs befreien will, steht die Rechtsgrundlage für die türkische Anwesenheit auf syrischem Boden auf tönernen Füßen. Man kann sie allenfalls rechtfertigen mit dem Recht auf Selbstverteidigung gegen die von Ildib aus in die Türkei überschwappenden Migrantenmassen. Tatsache aber bleibt, daß die Türkei durch ihren Kampf gegen syrische Truppen den in der Ildib-Region noch aktiven islamistischen Terroristen nicht nur in die Hände spielt, sondern gemeinsame Sache mit ihnen macht. So wird der Syrien von den USA und ihren Helfern aufgezwungene und nur scheinbar innersyrische Konflikt perpetuiert anstatt beendet. Davon profitiert auch die zur Geisel der Terroristen gewordene örtliche Bevölkerung nicht.
Wenn der Ignorant Heiko Maas der syrischen Regierung Kriegsverbrechen wegen ziviler Opfer vorwirft, verkennt er die bei Terroristen beliebte Taktik, sich inmitten von Zivilisten zu verschanzen, um Angriffen zu entgehen, oder die Gegenseite als Schlächter von Zivilisten zu brandmarken. Der selbsternannte „Freund“ Israels müßte dies eigentlich vom israelisch-palästinensischen Kampf her kennen.
Der Angriff Syriens auf die türkischen Truppen in seinem Land erfolgte zu Recht. Der Türkei steht keine Verteidigung dagegen zu und schon garkeine Retaliation. Sie hat sich von syrischem Boden bedingungslos zurückzuziehen.
Der Appell Erdoğans an Syrien und die Großmacht Rußland, ihrerseits zu weichen, kann nur als Akt vermessener Verblendung gewertet werden, zumal die Türkei von russischen Energielieferungen abhängig ist und auf russische Expertise nach dem Erwerb eines russischen Raketenabwehrsystems angewiesen ist.
Nachdem der Rechtsbrecher nun auch noch seine Verpflichtungen gegenüber der EU aufgesagt hat und den Migrantenmob nach Europa treibt, besteht keine Basis für Solidaritätsbekundungen seitens der EU mit diesem Verbrecher. Wer ihn unterstützt, wird selbst zum Mittäter seiner schändlichen Akte der Aggression.
Es bleibt zu hoffen, daß die Stricke seiner Ranküne sich allmählich um ihn zuziehen, sodaß nicht nur die internationale Gemeinschaft, sondern auch die Türkei von diesem Unruhestifter befreit wird.
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/welt/türkei-greift-ziele-in-idlib-an/ar-BB10yCR9?MSCC=1582990644&ocid=spartandhp
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/recep-tayyip-erdoğan-die-vielen-widersprüche-türkischer-außenpolitik/ar-BB10z7pn?ocid=spartandhp