Isabella Klais / Aufbruch - Wir für Deutschland!
„Frieden schaffen ohne Waffen“ lautete ein Schlagwort der Friedensbewegung. Doch nur das Gegenteil davon ist realistisch.
Ein Artikel von Erich Gysling, „ausgegraben“ von unserem Freund Erasmus Konsul, bringt es auf den Punkt. Anhand von Beispielen der jüngsten Vergangenheit belegt der Autor, daß Atomwaffen zum Überlebensgaranten werden, gerade wenn sie nicht eingesetzt werden.
Das gilt auch für die Waffen der darunter liegenden Schwellen und sogar für „Waffen“ im übertragenen Sinne.
Entscheidend sind das Abschreckungspotential einerseits, und der Verhandlungsanreiz andererseits.
Zu wissen, was der Gegner könnte, wenn er wollte und müßte, hat schon so manche kriegerische Auseinandersetzung verhindert. Für einige Regierungen erwies es sich als tödlich, einem waffenstarrenden Gegner nichts Adäquates entgegenzusetzen gehabt zu haben. Anderen dagegen rettete es das Leben, daß sie nicht ohne erhebliches Risiko für den potentiellen Aggressor zu attackieren waren.
Einen hochgerüsteten Staat wird man nur zur Abrüstung bewegen können, wenn man selbst etwas dagegenzusetzen hat. Ansonsten fehlt für ersteren jeglicher Anreiz, sein Drohpotential zu vermindern, oder gar aufzugeben. Dann kann man nur betteln; aber dies fruchtet äußerst selten.
Waffen bringen Staaten miteinander ins Gespräch.
Glaubt jemand ernsthaft, die Großmacht USA zöge ein Gespräch mit Nordkorea in Erwägung, wenn letzteres keine Atomwaffen besäße? Wohl kaum; zumindest nicht auf Augenhöhe.
Die Option der Ziehung der atomaren Karte garantierte bisher Israel, umgeben von zahlreichen übermächtigen Gegnern, das Überleben.
Hätten Saddam Hussein und Muammar al-Gaddafi über Atomwaffen verfügt, hätte man sie nicht einfach mal eben so von der Landkarte fegen können – unter Vorspiegelung fabrizierter Begründungen und unter gröbster Mißachtung internationalen Rechts.
Auch für Staaten gilt der Grundsatz: „Recht zu haben und Recht zu bekommen, ist nicht immer dasselbe.“ Waffen aber bedeuten oft das Mittel, um das Recht durchzusetzen.
Das zur militärischen Bewaffnung Dargelegte läßt sich auch im zivilen Bereich beobachten.
Die mit dem Veto ausgestatteten ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen halten eine Waffe in Händen, die andere oftmals davon abhält, Initiativen zu ergreifen, die den Interessen der Veto-Mächte widersprächen. Schließlich weiß man bereits im Vorhinein, daß man damit scheitern würde, da ein entsprechender Antrag von den Veto-Inhabern sofort zu Fall gebracht würde.
Was dies für die derzeitige militärische, aber auch politische Lage Deutschlands bedeutet, braucht nicht mehr näher ausgeführt zu werden. Unter Wölfen ist ein Schaf nur ein Imbiß. Wollen wir gefressen werden oder auch an der Tafel Platz nehmen? Wir haben die Wahl – aber nur einmal!
https://www.infosperber.ch/Artikel/Politik/Atomabkommen-mit-Iran-oder-Nordkorea-umstritten