Isabella Klais / Aufbruch - Wir für Deutschland!
Über Karl Lagerfeld, auch als "Karl, der Große" apostrophiert, kann man geteilter Meinung sein.
Seine Exzentrik täuscht oft darüber hinweg, daß sich dahinter ein wacher Geist mit Sinn für köstlich hintergründigen Humor verbirgt.
Allein sein Werdegang verdient Respekt. Als "Glücksklee"-Erbe in Hamburg geboren, wäre ihm ein relativ sorgenfreies Leben als Chef des Familienunternehmens vorgezeichnet gewesen. Er entschied sich jedoch anders, ging nach Paris und eroberte dort als Deutscher eine bislang genuin französische Domäne - die Welt der Mode. Dort erlangte er höchste Weihen als Modeschöpfer in der Haute Couture, arbeitete für renommierte Häuser wie Balmain, Patou, Chloé und ist noch heute in leitender Stellung für Fendi und Chanel tätig. Zudem brachte er noch seine eigene Marke heraus. Nebenbei bekleidete er eine Professur an der Universität Wien. Auch als Photograph und Kunstsammler machte er sich einen Namen. Seine Bildung gilt als beeindruckend. Er hat sich sowohl als Geschäftsmann, wie auch als Künstler etabliert.
Derartige Leistung berechtigt auch zur Abgabe eines Urteil über eine Versagerin, die in ihrem Land nur eine Spur der Verwüstung hinterläßt. Karl, der Große, ist ein Großer. Empören muß man sich über eine Parasitin, die von den Mitteln ihrer Landsleute lebt und dafür eine miserable Leistung erbringt, nicht aber über Karl Lagerfeld, der gezeigt hat, daß Deutsche nicht nur Maschinen bauen, sondern auch in Sachen Kultur und Lebensart mitreden können. Er hat sich nicht auf Meriten ausgeruht, sondern verdient sein Geld noch weiterhin aktiv in einem Alter, in dem andere längstens ihren Ruhestand genießen. Respekt, Karl Lagerfeld! Würden Sie keine Pelze mehr verarbeiten, wäre ich ein begeisterter Anhänger von Ihnen.