Isabella Klais / Aufbruch - Wir für Deutschland!
Thomas de Maizière erdreistet sich tatsächlich, sich der Verhinderung dreier Terroranschläge zu rühmen. Dabei stellt sein Versagen die Ursache dafür dar, daß dieses Problem hier überhaupt existiert. Ist das Chuzpe, Frechheit oder Dummheit? Wäre er ein Japaner, hätte er schon längstens die dort übliche Konsequenz gezogen.
Bei der Bekämpfung der Auswüchse seines Versagens muß das Regime schon zum Jagen getragen werden. Erst auf massivsten äußeren Druck hin werden elementarste Aufgaben wahrgenommen. Daß sich Kasner erstmals ein volles Jahr nach dem Berliner Attentat auf dem Weihnachtsmarkt mit den Hinterbliebenen der Opfer traf, erfolgte auf deren diesbezügliche öffentliche Anmahnung hin. Diese Geste ist damit zur Gänze entwertet. Ein Zeichen der Empathie, das erst eingefordert werden muß, ist sinnentleert und eine Schande. Es wäre von den Betroffenen besser ausgeschlagen worden. So trafen sie die Mörderin ihrer Angehörigen - eine Täterin, für die keine Verachtung groß genug sein kann.
Auch ansonsten scheint bei Versagen die Übernahme der Verantwortung und das Ziehen persönlicher Konsequenzen daraus hierzulande nicht üblich zu sein.
In Japan bittet die Bahn bei minimalster Abweichung vom Fahrplan um Vergebung. Daran gemessen, müßte die Leitung der Deutschen Bahn permanent auf den Knien liegen, wenn nicht gar schon massenweise Harakiri begangen haben.
Bei Bahn und Post schließen die Schalter oft schon vor der Zeit. Kleine Sendungen werden nur mit großen Aufschlägen befördert. Schämt sich jemand dafür? Nein, man sucht dort gekonnt nach Rechtfertigungen.
Verantwortungsbewußtsein, Anstand und persönliche Integrität sind bei uns abhandengekommen. Das beginnt im Kleinen und zieht sich bis ins Große hindurch. Befinden wir uns auf dem Wege zur kollektiven Vergaunerung und moralischen Versiffung?
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/de-maizi%c3%a8re-in-diesem-jahr-drei-terroranschl%c3%a4ge-verhindert/ar-BBGRTBw?MSCC=1513539976&ocid=spartanntp
https://www.msn.com/de-de/reisen/nachrichten/20-sekunden-zu-fr%c3%bch-eine-schande-in-japan/ar-BBGK8t5?MSCC=1513524885&ocid=spartanntp