Isabella Klais / Aufbruch - Wir für Deutschland!
Wolfgang Schäuble, der Mann, der einst völlig vergessen hatte, wer ihm den Umschlag mit schlappen 100000 DM übergeben hatte, die anschließend in dunklen Kanälen versickerten, kann auf 48 Jahre in politischen Ämtern zurückblicken mit all den daraus resultierenden üppigen Bezügen, Privilegien und Versorgungsansprüchen.
Man darf ihm einige Expertise und Erfahrung unterstellen, wenn er nun behauptet, Überförderung, d. h. die Gewährung finanzieller Leistungen ohne adäquate Gegenleistung, mache die Empfänger unglücklich. Wolfgang Schäuble ist demnach ein todunglücklicher Mensch.
Schäuble meint, aufgrund der demografischen Entwicklung fehle es Deutschland an Arbeitskräften, weswegen die Menschen aufgrund der längeren Lebenszeit länger arbeiten müßten. "Wir brauchen jeden, selbst der Schwerkranke kann anderen etwas geben.“, so Schäuble wörtlich.
Dabei scheint er von sich auf andere zu schließen, doch der Vergleich hinkt gewaltig. Wenn man sich an lukrative Ämter klammert und einfach nicht loslassen will, stellt dies ein selbstgewähltes Schicksal dar, das kaum mit der Situation durchschnittlicher Werktätiger gleichzusetzen ist. Sekundiert von einem Heer beflissener Adlaten, schafft es sicher auch ein Schwerkranker noch durch den Arbeitstag; doch wer - außer Wolfgang Schäuble - ist schon von solchen umgeben?
Die Botschaft, wonach alle gebraucht würden, vernehmen mit Interesse Medizinstudenten in spe, die derzeit über 7 Jahre auf einen Studienplatz warten müssen, was für viele nicht darstellbar ist und einen faktischen Auschluß vom Arztberuf bedeutet, was gegen das in Art. 12, Abs. 1 GG garantierte Recht der freien Berufswahl verstößt. Diesem Mißstand, der schon seit Jahrzehnten andauert, wäre durch den Ausbau der Ausbildungskapazitäten zu begegnen. Wenn die verfügbaren finanziellen Mittel durch das Regime nicht sachfremd veruntreut würden, stünden sie in ausreichender Höhe zu diesem Zweck zur Verfügung. Dieses Versagen vollzieht sich vor dem Hintergrund eines dramatischen Ärztemangels in Deutschland. Wenn das Regime vorzugsweise ausländische Ärzte mit zweifelhafter Qualifikation und unzureichenden Kenntnissen der deutschen Sprache anwirbt, anstatt eigene vorhandene Reserven heranzubilden und auszuschöpfen, tritt die böse Absicht klar hervor. Die medizinische Unterversorgung in Deutschland ist ein regimegeschaffenes Instrument zur Verfolgung seiner perfiden Zwecke gegen die und auf dem Rücken der Bevölkerung.
Die Medizin ist nur einer der Bereiche mit künstlich geschaffenem Arbeitskräftemangel, wenn auch ein sehr anschaulicher.
Gerade erlebt man, daß ganze Wirtschaftszweige ältere und bestens qualifizierte Arbeitskräfte ausrangieren, um sie durch junges, unqualifiziertes, aber billigeres Personal zu ersetzen. Wo also sollen all die alten Arbeitspflichtigen unterkommen, wenn niemand sie beschäftigen will?
Nach dem Einsatz in physisch anstrengenden Berufen sind viele am Ende ihrer Kapazitäten angekommen. Über die Qualifikation so manches Geistesarbeiters ist inzwischen die Entwicklung hinweggegangen. Soll er sich auf seine alten Tage noch einmal ganz neu qualifizieren müssen? Das dürfte ökonomisch kaum vertretbar sein. Schwerkranke sollen im Rahmen ihrer Möglichkeiten noch mitmachen dürfen, es aber nicht müssen.
Ein Unternehmen wie der mit Modeschmuck handelnde Bijou Brigitte Konzern mit Sitz in Hamburg mustert bereits etwas ältere Mitarbeiterinnen im Verkauf aus, obwohl sie noch uneingeschränkt einsatzfähig und höchst motiviert, kundenzugewandt und beliebt, schick und hübsch anzusehen sind. Das Sortiment des Händlers wendet sich an alle Generationen, womit Jugendlichkeit nicht unbedingt zum Markenzeichen gehört, wie in einzelnen anderen Sparten. Die Arbeit ist sauber und physisch nicht anstrengend, womit sie auch für altersmäßig etwas Fortgeschrittene noch gut zu bewältigen wäre.
Wenn schon unter diesen günstigsten Voraussetzungen ältere Mitarbeiter aussortiert werden, braucht man sich keinen Illusionen hinzugeben in Bezug auf Branchen, wo Krafteinsatz oder Qualifikation auf dem aktuellsten Stand der Entwicklung gefragt sind.
Blöde Sprüche klopfen kann man auch noch mit 78, wenn man sich im Selbstbedienungssystem Deutschland eingenistet hat wie die Made im Speck.
Das Reisebudget der Bundestagsabgeordneten explodiert, mit dem Effekt, daß immer mehr Hinter- und Vorderbänklerbänkler Deutschland im Ausland bis auf die Knochen blamieren und die diplomatischen Auslandsvertretungen mit ihren Wünschen von der Arbeit abhalten und diese oft auch noch konterkarieren. In Zeiten vereinfachter Kommunikationswege über Distanzen erscheint Parlamentstourismus weniger denn je zu rechtfertigen.
Die Regimemedien verbreiten, ein im Bundesfinanzministerium zum Einsatz kommender IT-Berater verdiene mehr als Angela Kasner. Zunächst ist daran kein Fehler zu erkennen, denn schließlich ist er weitaus besser qualifiziert und leistet erheblich mehr als sie. Die Kritik muß eher dahin gehen, daß Politikerlinge ihre Arbeit extern verrichten lassen und dafür „überfördert“ werden, obwohl sie überfordert sind.
Daß die Polit-Schranzen in ihrer eigenen Welt leben, ist ebenso bekannt wie die Tatsache, daß die Lebenswirklichkeit ihnen zur Gänze unbekannt ist. Sie mögen sich aber bitte ihres Zynismus enthalten, denn er könnte sie noch einholen. Wolfgang Schäuble wäre die Erfahrung vergönnt, daß der Weg zum Glück durch Entlastung von den Bürden der Überförderung bei Überforderung ganz nahe ist.
https://www.n-tv.de/politik/Schaeuble-warnt-vor-ueppigen-Sozialleistungen-article21502134.html
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/108581/Medizinstudierende-protestieren-gegen-Unterfinanzierung
https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/zuwanderung-deutschland-hofft-auf-fachkräfte-aus-bosnien-brasilien-und-kolumbien/ar-BBYye2g?ocid=spartandhp
https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/reisekosten-deutscher-abgeordneter-steigen-deutlich-an/ar-BBYm3S5?MSCC=1577379411&ocid=spartandhp
https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/teure-datenbank-zur-schwarzarbeit-it-berater-im-finanzministerium-verdient-mehr-als-die-kanzlerin/ar-BBX42uC?ocid=spartandhp