Isabella Klais / Aufbruch - Wir für Deutschland!
Wo eigentlich verlaufen die Grenzen zwischen Eigen~ und Fremdverantwortlichkeit?
Zunächst einmal ist jeder Mensch für sich selbst verantwortlich. Gerät jemand unverschuldet in Not, sollte Hilfe gewährt werden.
Wenn andere sich jedoch bewußt und gewollt Gefahren aussetzen und so ihre Gesundheit, wenn nicht sogar ihr Leben auf ’s Spiel setzen, dürfen sie nicht damit rechnen, daß andere sie vor sich selbst retten.
Spanien unter seiner neuen Regierung hat dem von Italien abgewiesenen Boot „Aquarius“ die Anlandung gewährt. Dieses Boot war mit Afrikanern unterwegs, die aus Seenot gerettet worden waren.
Diese Seenot war mutwillig von den Betroffenen selbst heraufbeschwört worden, wie schon unzählige Male zuvor.
Wer sich – in der Regel ohne Ausweispapiere, aber mit „smartphone“ ausgestattet - in einer „Nußschale“ dem Ozean überantwortet, ist erheblich weniger smart als sein phone. Die andere Interpretation wäre, er erpreßt die Hilfe anderer und spekuliert berechnend auf deren Hochherzigkeit. Diese Version dürfte die wahrscheinlichere sein. Erweist sich dieses Risiko als beherrschbar, weil die Rechnung in der Regel aufgeht, wird sich dieses Spiel immer wieder wiederholen.
Nun will Spanien den Stacheldrahtzaun an den Grenzen seiner Exklaven Ceuta und Melilla entfernen, weil diejenigen, die diese Barriere zu überwinden versuchen, sich daran verletzen.
Wenn man bedenkt, daß der Zaun gerade die Grenzen dadurch sichern soll, daß er vom Überklettern abschreckt, mutet dieses Vorhaben grotesk oder als Einladung zum Hereinspazieren an.
Wer zwingt die Eindringlinge dazu, in den Draht hineinzufassen?! Sie tun dies sehenden Auges und auf eigene Gefahr.
Diese Maßnahme auch noch mit der Menschenwürde zu begründen, ist geradezu abwegig. Der Kern der Menschenwürde beinhaltet gerade auch die Verantwortlichkeit für sich selbst. Wem diese ohne zwingende Notwendigkeit abgenommen wird, wird quasi entmündigt.
Wir können nicht die Verantwortlichkeit weltweit für alle, die sie uns gerne aufbürden würden, übernehmen. Wir wollen es auch nicht.
Wer sein Leben riskieren will, soll das dürfen – aber auf eigenes Risiko. Dann wird er es sich gut überlegen. Es hält ja auch niemand Sebastian Vettel davon ab.