Isabella Klais / Aufbruch - Wir für Deutschland!
Seit einem Tag ist die Welt um ein historisches und kunstgeschichtlich einmaliges Monument ärmer, sieht man von seinen verbliebenen Fragmenten ab.
A) Wie weiter?
Die Ankündigung, daß der Sakralbau wieder errichtet werden soll, mutet zunächst etwas tröstlich an. Doch man sollte sich nichts vormachen: Für diejenigen, die das Original kannten und liebten, wird die Replik kein Ersatz sein. Die alte Kathedrale wird nicht mehr neu aus dem Flammeninferno auferstehen. Es wird eine andere sein - ohne die Seele, die Magie und das Mysterium der Vorgängerin. Für diejenigen, die das ursprüngliche Bauwerk nicht kannten, wird dies wenig Unterschied ergeben, denn ihnen fehlt der Vergleich. Irgendwann wird die veränderte Kathedrale in ihrer rekonstruierten Form den Platz der Originalversion eingenommen haben. Zum Glück sind derartige Monumente inzwischen gut dokumentiert.
Die Alternative, die Ruine als solche zu belassen (ein Weg, der in Hamburg mit der Hauptkirche St. Nikolai und in Berlin mit der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche gewählt wurde), verbietet sich hier aus Gründen der Ästhetik im Herzen des historischen Viertels von Paris. Die Darstellung des alten städtebaulichen Gesamteindruckes wäre dadurch schmerzlich entstellt. Dort, wo man Ruinen als solche in ihrem Zustand beließ, transportieren diese eine mahnende Botschaft. Was sollte deren Inhalt hier sein? Daß Schlamperei und Stümperhaftigkeit in Stunden zerstörten, was Jahrhunderte überdauert hatte? Daß die Dummheit einmal mehr über Virtuosität obsiegte? Daß eventuell sogar Vandalismus, Sabotage oder Terrorismus ihre zerstörerischen Kräfte entfalteten? In letzterem Falle hätte dann sogar das Böse gewonnen.
Zur Option des Wiederaufbaues besteht keine Alternative. Zutiefst bedauerlich und beschämend ist, daß vieles von den Fertigkeiten der Meister der alten Bauhütten verloren ging. Dies veranschaulicht, wie beschränkt und eindimensional der Fortschritt doch ist, und mit welchen Rückschritten er einhergeht.
B) Reaktionen
Die Betroffenheit, die sich über die gesamte zivilisierte Welt erstreckte, zeigt Globalismus in seiner positiven Erscheinungsform. Die erfahrene Solidarität war den französischen Nachbarn hoffentlich ein kleiner Trost.
Aber es gibt auch schändliche Reaktionen:
Das deutsche Regime bekundete seine Anteilnahme durch den Regierungssprecher. Es gibt Anlässe, bei denen man sich nicht vertreten lassen kann. Dies ist ein solcher. Der Ausdruck von Kondolenz wird zur Gänze entwertet, delegiert man ihn. Persönliche Empfindungen kann man nur selbst übermitteln. Aber Empathie und Stil sind nicht Sache unserer Fehlbesetzung auf Regierungsebene.
Die Kritik an der Berichterstattung von ARD und ZDF durch den hirnlosen Dampfplauderer Armin Laschet geht völlig daneben. Typen seiner Art stehen bei Unfällen als Gaffer im Wege und behindern die Rettungskräfte. Er selbst wird wohl nur von einem intelligenten Fahrer daran gehindert. Was Laschet fordert, ist nichts anderes als Sensationsberichterstattung, basierend auf dem Unglück anderer. Wäre er nicht so dämlich, müßte man ihm Amoralität vorhalten. Was, außer den lodernden Flammen, hätte man zu dem Zeitpunkt berichten können? Es war weder eine Prognose der Entwicklung, noch eine Analyse der Ursachen möglich. Wenn dieser Ignorant dann auch noch von Verschwörungstheoretikern faselt, entlarvt er damit ungewollt seine primitive Gesinnung.
Natürlich werden die Ermittlungen der Ursachen des Unglückes ergebnisoffen in alle Richtungen zu führen sein. Dabei wird sicher auch ein Auge auf die mit den Arbeiten an der Kathedrale Befassten zu werfen sein.
Als Mann von Empathie reagierte Donald Trump. Die Häme, mit der sein Vorschlag des Einsatzes von Löschflugzeugen kommentiert wurde, fällt äußerst negativ auf seine Kritiker zurück. Trump, ein Mann der Aktion, ist nun einmal kein Feuerwehrexperte, von dem sachkundiger Rat zu erwarten wäre. Er meinte es aber gut - im Gegensatz zu manch anderen. Darauf allein kommt es hier an. Das kann ihm nicht hoch genug angerechnet werden.
Nur als Abschaum kann man diejenigen bezeichnen, die das Desaster mit Freudenbezeugungen im Netz kommentierten. Die verdiente Nemesis möge sie ereilen und eliminieren.
Kopf hoch, Frankreich!
https://www.epochtimes.de/politik/europa/notre-dame-brand-ist-geloescht-einsturzgefahr-bleibt-bestehen-erste-vermutungen-zur-brandursache-a2857777.html
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/panorama/presseschau-es-brennt-unsere-geschichte/ar-BBVYGWY?ocid=spartandhp
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/panorama/notre-dame-ermittler-gehen-nicht-von-brandstiftung-aus/ar-BBVZmri?ocid=spartandhp
https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/pariser-kathedrale-der-wiederaufbau-der-notre-dame-wird-ein-teures-und-langes-unterfangen/ar-BBVYB6M?ocid=spartandhp
https://www.focus.de/panorama/welt/das-macht-ja-ueberhaupt-keinen-sinn-feuerwehr-chef-trump-vorschlag-zu-loeschen-aus-der-luft-ist-humbug_id_10599074.html
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/ard-zdf-und-das-feuer-in-notre-dame-de-paris-16144543.html
https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_85590894/brand-von-notre-dame-dombaumeisterin-kann-feuer-kaum-begreifen.html?fbclid=IwAR2beVzM0tQ50OG_FyB6EP8OXm56FnsAsJeBPCgL0GehESWRNYItrjpSQJI