Isabella Klais / Aufbruch - Wir für Deutschland!
„Bedauerlicherweise hatten die vereinigten defensiven Streitkräfte im Irak angesichts der konkreten Bedrohungslage keine andere Wahl als präventiv zurückzuschießen, um dem zwangsläufig zu befürchtenden Zurückschießen ihrer (grundsätzlich und immer) als übermächtig definierten Gegner zuvorzukommen. Der Rest wird dann Geschichte gewesen sein.“ Mit diesen so süffisanten, wie treffenden Worten kommentiert unser Freund Tanuki den Mord der USA an dem iranischen General Qassim Sulaimani auf irakischem Territorium.
Ein Krieg wird gemacht - und so geht es:
Ausgelöst worden war der Konflikt, wenn man ihn einmal isoliert betrachtet, durch den Angriff der USA auf die bisher am Kampf gegen die Terroristen des Islamischen Staates (IS) maßgeblich an vorderster Front beteiligte schiitische Miliz Kataib Hisballah (Hisballah-Brigaden), die nach den Plänen der irakischen Regierung in die regulären Streitkräfte des Landes integriert werden sollte. Dieser Angriff hinterließ 25 Tote und 50 Verletzte.
Ein Gegenangriff der Miliz hinterließ einen toten US-Bürger und vier Verletzte. Es folgte ein gescheiterter Sturm auf die US-Botschaft im Irak.
Nun eskalierten die USA, ohne Billigung des US-Kongresses, die Situation weiter mit der Ermordung des iranischen Generals.
Die Antwort des Iran wird nicht lange auf sich warten lassen.
Die USA, im Verbund mit dem Terrorregime Saudi-Arabiens, arbeiten im Iran mit allen Mitteln auf einen erneuten Regimewechsel hin. Dabei gilt der erste dieser Art, mit dem die demokratisch legitimierte Mossadegh-Regierung durch die USA ihres Amtes entsetzt worden war, weil sie unrechtmäßigen US-Interessen entgegengestanden hatte, als das Fanal, mit dem die bis heute anhaltende Destabilisierung der Region eingeleitet wurde. Die Regierung von Ayatollah Khomeini entsprach, nach der Vertreibung des US-protegierten Emporkömmlings Pahlevi, zumindest am Anfang dem dezidierten Willen des Volkes, das ihn aus seinem Pariser Exil zurückgeholt hatte. Ob die gegenwärtige Regierung noch in dieser Tradition steht, obliegt sicher nicht der Entscheidung der USA.
Ayatollah Chamenei richtete die exakt zutreffende Botschaft an die USA: „Seien Sie (Trump) doch mal logisch, was Sie ja nicht sind. ... Fakt ist, daß die Völker in dieser Region die USA wegen ihrer Verbrechen hassen.“.
Was er aktuell damit meinen könnte, über die Situation seines Landes hinaus, verdeutlicht ein Blick auf das Schicksal von Regierungen und Volksbewegungen, die Bestrebungen erkennen ließen, sich vom US-amerikanischen Joch, mit der damit verbundenen Ausplünderung und Bevormundung, zu emanzipieren. US-kritischen Regierungen, so demokratisch sie auch ausgewiesen sein mochten, war das Todesurteil beschieden. Ansätze aus der jeweiligen Bevölkerung zur Erringung von Demokratie und Menschenrechten wurden von den USA und den ihnen hörigen lokalen Machtusurpatoren konsequent hintertrieben und torpediert. Sind das nicht die „Werte“, deren Verteidigung die US-Dämonen sich auf ihre Fahne geschrieben haben zur Legitimation ihrer illegitimen Invasionen direkter und indirekter Art? Verbriefte Rechte zur Unterdrückung der eigenen Bevölkerung können offensichtlich gehandelt werden gegen US-Unterstützung (vgl. Saudi-Arabien, Bahrein, Ägypten als pars pro toto). Die Beachtung demokratischer und rechtsstaatlicher Maxime dagegen garantiert das Überleben nicht, wenn eine Regierung den USA in die Quere kommt.
Wenn die USA im Ausland angegriffen werden, erfolgt dies, weil sie dort sind, wo sie nichts zu suchen haben. Ein Recht auf Vergeltung steht ihnen nicht zu, aber eine Pflicht zum Rückzug.
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/nach-protesten-us-botschaft-im-irak-stellt-konsularische-dienste-ein-–-pompeo-sagt-reise-in-die-ukraine-ab/ar-BBYwvfC?ocid=spartandhp
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/kommentar-die-konterrevolutionäre-in-riad-und-teheran/ar-BBYyoF8?ocid=spartandhp
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/us-luftangriff-im-irak-us-militär-tötet-hochrangigen-iranischen-general/ar-BBYyVcY?MSCC=1578041715&ocid=spartandhp
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/reaktionen-auf-den-us-luftangriff-stange-dynamit-in-ein-pulverfass-geworfen/ar-BBYzx0o?MSCC=1578049218&ocid=spartandhp