Isabella Klais / Aufbruch - Wir für Deutschland!
Alle reden von "burn out", nur der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung scheint noch nie davon gehört zu haben.
Die Stellungnahmen dieses Gremiums ließen bereits des Öfteren daran zweifeln, daß die auch mit "die Wirtschaftsweisen" umschriebenen Berater über Sachverstand, geschweige denn Weisheit verfügen.
Die Abschaffung der Begrenzung der täglichen Arbeitszeit auf acht Stunden stünde diametral den Erfordernissen der derzeitige Lage in der Arbeitswelt entgegen.
Solange keine Vollbeschäftigung herrscht und selbst gut qualifizierte Arbeitssuchende keine adäquate Beschäftigung finden, besteht weder eine Notwendigkeit, noch eine Berechtigung für solch eine Änderung. Sie würde die Arbeitslosen weiter auf Kosten des Staates vor der Tür des Arbeitsmarktes belassen und die Beschäftigten sklavenhaften Zwängen unterwerfen.
Es bleibt niemandem verwehrt, auf freiwilliger Basis "morgens beim Frühstück die dienstlichen e-mails zu lesen". Zur Pflicht darf dies aber nicht erhoben werden. Die immer zahlreicher werdenden Klagen von Arbeitnehmern über "burn out" setzen ein Fanal dafür, daß der Leistungs~ und Konkurrenzdruck an seine Grenzen stößt. Wenn der Arbeitgeber mehr Arbeitszeit braucht, führt der Weg über die Einstellung zusätzlichen Personals, nicht aber über die Ausbeutung des vorhandenen. Diese Lösung entspricht auch den richtig verstandenen Interessen der Arbeitgeber, denn die Lohn~ und Gehaltssklaven sind auch Konsumenten, die die Nachfrageseite bedienen. Wenn sie dazu keine Zeit mehr haben, produzieren die Arbeitgeber für die Halde.
Wohl gemerkt: Die Liberalisierung der Geschäftszeiten ist sehr wohl angezeigt, denn sie schafft weitere Arbeitsplätze, wird dies nicht durch Ausweitung der Arbeitszeit konterkariert. Sie stellt auch die Antwort auf unterschiedliche Arbeitszeiten dar und ermöglicht allen eine angemessene Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen.
Der perfide Plan hinter dieser Diskussion ist ein ganz anderer: Wer bis zur Erschöpfung beschäftigt ist, bekommt kaum noch mit, was bei uns politisch so schiefläuft. Teilnahme am politischen Leben setzt Information voraus. Dazu bedarf es eines Minimums an Zeit. Die Hamster im Rad werden nicht in der Lage sein, das Regime bei seinem illegalen Tun zu stören. Durch die Steuerprogression werden sie dazu immer mehr ausgepreßt als Dank für ihren Eifer. So alimentieren sie auch noch ihre Schlächter.