Isabella Klais / Erasmus Konsul / Aufbruch - Wir für Deutschland!
Muammar Al Gaddafis Schicksal war besiegelt, als er Bestrebungen erkennen ließ, den US-Dollar als Fakturierungswährung für die Exporte von Bodenschätzen aufzugeben und eine eigene afrikanische Währung zu diesem Zweck zu installieren.
Mit Wladimir Putin und Xi Jinping dürfte sich das nicht wiederholen lassen.
Eine Leitwährung zeichnet sich aus durch Stabilität und Verfügbarkeit.
Die Solidität sorgt für weltweites Vertrauen, auf dessen Grundlage die Währung als Reservemittel zur Werterhaltung fungiert (Aufbewahrungsfunktion). Ein florierender Wirtschaftsraum weist über einen längeren Zeitraum stabile Leistungsbilanzüberschüsse auf mit der Folge, daß seine Landeswährung international nachgefragt ist. Die wirtschaftliche Leistung bildet den inneren Wert der Währung ab. Wird der Wert, losgelöst davon, dauerhaft durch spekulative Eingriffe entgegen ihrer sich aus der Wirtschaftsleistung erhebenden Tendenz manipuliert, höhlt dies den inneren Wert aus.
Ausreichende Umlaufmenge ist unverzichtbar, damit der Bedarf an ihr auch gedeckt werden kann.
Die Stellung des US-Dollars als globale Leitwährung gerät allmählich ins Wanken.
Das liegt nicht allein an der nicht überzeugenden performance der US-amerikanischen Wirtschaft, die mit Leistungsbilanzdefiziten kämpft, sondern auch am Mißbrauch des US-Dollars durch die USA zu politischen Sanktionszwecken. Damit geraten andere Staaten schnell in eine Falle, in der sie der Erpressung durch die USA wehrlos ausgesetzt sind. Das tangiert nicht nur die Staaten, die direkt durch US-Sanktionen anvisiert sind, sondern auch unbeteiligte Drittstaaten, die den US-Dollar zur Fakturierung nutzen.
Die USA verfügen damit über einen mächtigen Hebel mit überdimensionierter Reichweite - noch! Denn der Mißbrauch desselben läßt die anderen Staaten nach Mitteln und Wegen suchen, sich dem zu entziehen. So wird absehbar, daß der, anstatt wohldosiert, bis zum Anschlag betätigte Hebel nicht mehr lange funktionieren wird.
Wenn das im Sinne einer anzustrebenden Multipolarität keine gute Aussicht darstellt!
Dazu schreibt unser Freund Erasmus Konsul folgende einfach unübertroffene Anmerkung:
„Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht. Wenn man durch Sanktionen Handelsblöcke kreiert, gibt es zum Schluss nur noch „Blockwährungen“, aber keine Weltwährungen mehr. Das hat dem armen Donald wieder keiner gesagt, derweil er es doch nur bei mir hätte nachlesen müssen, denn ich schreibe das schon seit Jahren. Aber da haben wir es wieder: so einen Grund, um den es dann letzten Endes bei solchen Situationen wie in Hongkong geht. Für die Amerikaner ist der Dollar ein ganz wichtiger „westlicher Wert“ - sie finanzieren ja schließlich ihr Haushaltsdefizit damit und ihren Verteidigungshaushalt. Und die Blockwarte werden ganz schön sauer werden, wenn jemand ihre Blockwerte nicht schätzt, oder sie gar hinschmeißen will. Da sind sie sicher auf die Chinesen ganz mächtig stinkig, obwohl sie sie zusammen mit den Russen aus dem eigenen Block hinausgeworfen haben; aber sie sollten ja im Karzer Strafarbeiten machen und nicht auch noch randalieren und sich ein eigenes Zelt aufbauen vor dem Block und schmutzige Lieder singen .... Und wehe denen aus dem Block, die da auch noch hinüber wollen zu dieser Party. Donald wird denken: "Denen schicken wir gleich die Polen auf den Hals, und wenn das nicht reicht, auch noch die Rumänen und dann diesen intransigenten Boris Johnson. Wo ist dieser verdammte Pudel nur geblieben? Hat der schon wieder eine Abstimmung verloren? Jetzt kommt er bestimmt wieder im Weißen Haus jaulen, anstatt in Berlin zu bellen."“
https://diepresse.com/home/wirtschaft/international/4853921/Russland-setzt-auf-Yuan-statt-Dollar
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/putin-hortet-gold-im-wert-von-100-milliarden-dollar-—-für-einen-politischen-plan-der-trump-nicht-gefallen-dürfte/ar-AAH4ICk?MSCC=1568118063&ocid=spartandhp