Manche Stichworte bei #taeglicheinneuesthema sind als Thema so komplex, daß ich mir wünschen würde, es wäre eine Woche Zeit dafür. Perfekte Kinderbetreuung ist so ein Thema.
Ich nehme die Gelegenheit beim Schopfe und widme mich der Frage, ob man Kindern notwendigerweise Angst vor Spritzen im Speziellen oder medizinischem Personal im Allgemeinen antrainieren muß. Daran, daß mir das Thema auf der Zunge liegt, sind ,
und
schuld. Und alle, die sie argumentativ stützen. Falls den Angesprochenen gerade das Wort "Natürliche Medizin" auf der Zunge liegt: habt bitte Geduld, dazu kommt ein eigener Beitrag.
Disclaimer: wenn mich die angebliche Pharmamafia bezahlen würde, hätte ich keine existenziellen Sorgen. Also spart Euch entsprechende Behauptungen!
Die folgenden zwei Videos oder zumindest eins davon hat bestimmt jeder schon mal gesehen.
Noch ein Beispiel gefällig?
Das hier ist übrigens der Junge aus dem 2. Video ein oder zwei Jahre später:
https://www.today.com/parents/meet-maryland-doctor-who-makes-kids-laugh-while-giving-them-t5576
Natürlich gibt's auch den Typ Kinderkrankenschwester, der streng das macht, was bei Erwachsenen adäquat ist und funktioniert, aber (wie man nicht erst seit gestern weiß) bei Kindern nicht.
Ich bin der Meinung, daß hier der Vater etwas regulierend hätte eingreifen und seinem Kind mehr Körperkontakt hätte bieten können. Aber ich weiß auch, daß das nicht in allen Kulturen so üblich ist, sich so auf Kinder zu konzentrieren. Die Krankenschwester macht u.U. auch noch einen weiteren Fehler, in dem sie die Spritzen zu nah beieinander setzt.
Mir ist noch wichtig, loszuwerden, daß es keine Alternative dazu gibt, Kindern beizubringen, daß Spritzen nichts gefährliches sind, egal, ob man Impfungen mag oder nicht. Daß mal aus anderen Gründen Blut abgenommen, ein Schmerzmittel oder schlichweg Flüssigkeit intravenös verabreicht oder der Blutzucker gemessen werden muß, läßt sich weder vermeiden noch vorausahnen. Kinder spielen gern und dabei gibt es auch mal Unfälle. Man sollte eigentlich froh sein, wenn es ausgebildete und berufserfahrene Leute gibt, die die Behandlung durchführen, anstatt denen die Kompetenz abzusprechen, weil jemand, den man nicht persönlich kennt, dazu aufruft.
Warten, bis es nicht mehr geht, ist für alle Beteiligten im Endeffekt anstrengender: