In unregelmässigem Rhythmus unternehme ich sehr gerne einen Tagesausflug nach Konstanz. Meistens an einem Freitag, damit ich den Wochenmarkt besuchen kann. Letzte Woche war es wieder soweit. Gemeinsam mit einer Freundin ging es Morgens um 9 Uhr mit dem Auto los. Die Fahrt, bis auf eine kurze Strecke alles Autobahn, dauert ungefähr eine Stunde.
Ortskundig steuerte ich das "Musikerviertel" an. Rund um das Spielcasino und dem daneben liegenden Luxushotel gibt es in diesem Wohngebiet immer kostenlose Parkplätze. Der Fussweg von hier zur Innenstadt führt direkt am Seeufer entlang und dauert etwa 30 Minuten.
Den Weg säumt eine wunderschöne Allee, die in den Sommermonaten noch einiges mehr an Flair und Romantik zu bieten hat.

Die Panoramasicht an diese Stelle ist sagenhaft. Mein Blick folgt dem Seeufer, entlang der Allee bis vor zur Rheinbrücke. Gleich nach der Rheinbrücke kommt die Terrasse des Inselhotels, die Hafenanlage, die Shilouette von Konstanz und links drüben liegt Kreuzlingen am schweizer Ufer.

Bei klarem Wetter geniesse ich die Fernsicht über den Bodensee bis nach Bregenz und auf das beeindruckende Alpenpanorama. Ich schweife von Westen nach Osten, von den Churfürsten, am Säntis vorbei, bis fast zur Zugspitze. An diesem Tag waren die Alpen leider von den dichten Wolkentürmen umhüllt.
Der Weg führte uns am schönsten Häuserblock von Konstanz vorbei, nur wenige Meter neben der Rheinbrücke.
Oben für den Strassenverkehr, die Bahn, Fahrräder und Fussweg, verwandelt sich unter der Brücke der Bodensee in den Seerhein und mündet in den Untersee.
Unsichtbar sucht sich der Rhein in der Tiefe seinen Weg in die Schweiz Richtung Rheinfall bei Schaffhausen. Danach gings an der Insel und der Vorderseite des Hotels vorbei, weiter vorne quer über die Hauptstrasse direkt in die Fussgängerzone.Oben für den Strassenverkehr, die Bahn, Fahrräder und Fussgänger, verwandelt sich unter der Brücke der Bodensee in den Seerhein und mündet nach einigen Kilometern in den Untersee. Unsichtbar sucht sich der Rhein in der Tiefe seinen Weg in die Schweiz Richtung Rheinfall bei Schaffhausen. Danach gings an der Insel und der Vorderseite des Hotels vorbei, weiter vorne quer über die Hauptstrasse direkt in die Fussgängerzone.
Unser erstes Ziel war der Wochenmarkt. Vom Münster kommend, befindet sich direkt an der Ecke des Markteingangs eine exklusiver Verkaufsstand. Ursprünglich nur auf dem Wochenmarkt in Freiburg, ist der angebotene Käsekuchen überregional bis ins Rhein-Main-Gebiet bekannt und auf vielen Märkten weit entfernt von Freiburg erhältlich. Unter den vielen Varianten, unter anderem mit Mohn, mit Kirschen oder mit Apfel bevorzuge den Klassiker "natur". Aaaaber....schade, leider zu früh gefreut. Der Kuchenverkäufer war an diesem Tag nicht anwesend.
Im Anschluss drängten wir uns zwischen den Marktbesuchern hindurch zur anderen Seite des Marktplatzes. Direkt gegenüber liegt die Kaffeerösterei, die unser nächstes Ziel war. Neue Räumlichkeiten, nach einem Bauschaden, sorgten bei dem Besuch für neue Eindrücke. Von den unzähligen Sorten frisch gerösteter Kaffeebohnen entschied ich mich für den "Espresso Classico". Gemahlen auf Stufe 3 für meine Siebträgermaschine und vakuumiert, um keinen Tag unnötig an Aroma zu verlieren.
Nach einer weiteren Stunde auf und ab in den Gässchen der Fussgängerzone war es Zeit für die Raucherpause meiner Freundin. Ich genoss eine Tasse Cappuccino. Die Eisdiele am Augustinerplatz biete einen grosszügigen Raucherraum. Geräumig und gut belüftet im ersten Stock gewährt die bis zum Boden reichende und raumbreite Fensterfront freien Blick über den Augustinerplatz hinweg. Das Sichtfeld wird durch eine Konstruktion aus Stahl und Glas, direkt in der Platzmitte getrübt. Dieses Monument dient als Zugang zum unterirdischen Parkhaus.
Wir schlenderten nach der Pause weiter durch die Altstadtgassen, hin und her, bis der Magen knurrte. Mittagessen beim Mexikaner, mexikanisches Chilli con Carne - ganz schön heftig. Nach gefühlten weiteren 5 Kilometern durch die Innenstadt brach die Dämmerung an. Die Temperatur wurde auch ungemütlich. Wir machten uns auf den Rückweg in Richtung Musikerviertel.
Am Spielcasino blieben wir natürlich hängen. Dieses Erlebnis lassen wir uns nicht entgehen. Der Casinoparkplatz bis hin zum Eingangsbereich war eine grosse Baustelle. Der erste Eindruck ist katastrophal, abhielten liessen wir uns vom Besuch davon nicht. Nervenkitzel in gediegener Atmosphäre, mit einer Vielfalt an interessanten Gästen.
- Von ganz "Normalen",
- über Spielsüchtige,
- zum Aufschneider,
- hin zu Vermögenden,
unter denen tatsächlich Einige mit Ihrem klassischen Stil und Ihrer natürlichen, angenehmen Höflichkeit auffallen, sind Menschen unterschiedlicher Charakteren in allen Altersklassen an den Spieltischen. Einige nur zum zuschauen, viele spielen leidenschaftlich.
Meinen Tageseinsatz lege ich bei jedem Besuch diszipliniert vor Betreten des Spielcasinos fest. Ich spiele immer mit der gleichen Strategie. Am Rouletttisch decke ich die einstelligen Zahlen in verschiedenen Variationen ab. Vereinzelt setze ich auch direkt auf die 3 oder die 7, hin- und wieder wahllos direkt auf eine zweistellige Zahl. Eine Runde spielen, drei oder vier Runden aussetzen, um die einzelnen Spieler mit Ihren Eigenarten zu beobachten. Das ist echt ein amüsantes Erlebnis. Bei sensibler Beobachtung und etwas Fantasie ziehen in meinen Gedanken viele spannende Bilder vorbei.
Das Glück war mein Begleiter. Schon in meiner dritten Spielrunde fiel die 7. Unser Abendessen im Casino war gesichert. Der Tagesausflug ging mit einem genussvollen Essen in angenehmer Atmosphäre dem Ende entgegen. Während der Rückfahrt hatten wir noch viel Spass bei einer Revue der lustigen Erlebnisse.