Vielleicht können sich noch einige daran erinnern, dass es vor kurzem hieß, Arbeitgeber hätten ein Recht darauf, den Impfstatus eines Bewerbers zu erfragen, weil es ja um die Sicherheit der Firma geht und es entsprechend essentiell sei, diese Information zu erhalten. Gestern hat die Arbeiterkammer OÖ herausgebracht, dass es eben nicht legitim ist, den Impfstatus zu erfragen.
Bis auf den Widerspruch selbst, was bedeutet das? Es wird wie mit den Masken permanent mit Widersprüchen gearbeitet. [Masken helfen, sie helfen nicht, sie haben die Funktion kosmetischer Solidarität...] Im Zweifel sind dann die Menschen lieber gehorsam, um sich keine Chance zB am Arbeitsmarkt zu verbauen. Ich möchte nicht wissen, wie viele sich alleine wegen dieser Nachricht damals haben impfen lassen, um ihre vermeintlichen Chancen zu erhöhen. Oder wieviele Arbeitgeber aufgrund dieser Information unrechtmäßig den Impfstatus erfragt haben.
Als kleine Anekdote: Wir haben derzeit eine Inzidenz von 19,4 in Österreich.
Also von 100.000 wurden 19,4 durchschnittlich positiv innerhalb einer Woche getestet. Bei derzeit ca. 480.000 Tests am Tag (Our world in Data) ist diese Zahl so dermaßen unglaubwürdig. Selbst wenn man nur von 0,25% falsch positiver Rate ausgehen würde, müsste der Wert viel höher sein.
(wobei, es würden 1x 100.000 für das falsche Ergebnis auch reichen, es multipliziert sich der Fehler dadurch nur)
https://ooe.orf.at/stories/3108132/