Ver(un)sicherungen
Sie wurden bereits erwähnt, die guten alten Versicherungen. Traditionsbewusste Häuser, welche seit jeher darum bemüht waren ihren Kunden gute Dienste zu leisten. Sei es auch nur, um sie höflich darauf hinzuweisen, dass die offene Prämie zur Pfändung freigegeben wird. Wenn das Haus verpfändet wird, wäre es natürlich witzig wenn sie eine Rechtschutzversicherung mit derselben Versicherung hätten, welche sie vor Gericht vertreten könnte. Dies setzt natürlich voraus, dass sie zumindest diese Prämie für Rechtsschutz beglichen haben. Gleichweise gegen welchen Schaden man sich versichern kann, so gibt es auch mindestens so viele Versicherungen. Die einen sind der „Fels in der Brandung“, die anderen „machen das schon“. Andere kombinieren sich auch als Bank und Versicherung und sehen ganz blau aus. Ausgenommen Wüstenrot. Ihr Haus, ihr Auto, ihr Whirlpool, ihre Yacht, ihre Insel, alles bunt mit Farben gemischt. Nur die Versicherung entspricht der Farbe eines Hitzschlags. Eventuell sollten sie auch in Betracht ziehen zu arbeiten, als sich auf eine Versicherung zu verlassen, auch wenn sie glauben nach einem Abschluss müssten sie das nicht mehr. Unter Umständen könnten sie sich gegen sich selber versichern und ihr gesamtes Geld fürs Lotto spielen ausgeben, sich dann selber verklagen und sich mit ihrer eigenen Rechtsschutzversicherung wieder freikämpfen. Dies aber nur sofern ihnen die üblichen Versicherungspolizzen zu langweilig sind. Ansonsten steht ihnen nichts im Weg diese nach Lust und Laune abzuschließen.
In gegebener Situation, wenn sie das Bedürfnis nach Stärke empfinden, können sie sich der Generali anvertrauen. Diese wird sie wohlbehütet einem geflügelten Löwen zum Fraß vorwerfen, welcher sie vielleicht auch dem Fels in der Brandung übergibt, insoweit eine andere Versicherung nicht rot sieht dabei. Aber keine Sorge, es gibt auch Versicherungen deren Werbeslogans sind so witzig, da können sie schon gar nicht mehr lachen darüber. Mein Lieblingsbeispiel (und auch das einzige das ich kenne) ist die Oberösterreische. „Keine Sorgen“ heißt ihr genialer Werbespruch. Hierbei ging es, sofern mich meine Sinne nicht trüben, um ein paar Elefanten die durch die Wüste wanderten. Dies könnte die Schlussfolgerung zulassen, dass es sich um den Vorstand der Wüstenrot AG handelte. Allerdings bin ich kein Freund solch verachtender Bilder. Wie kann man nur einen Elefanten einen Vorstand spielen lassen? Auf dieses Niveau sollte ein Tier nicht fallen dürfen. Es gibt auch welche, die haben sich die Aufgaben gemacht das Leben unter Schutz zu stellen. Keine Ahnung wie legitim die Aussage dieser Versicherung tatsächlich sein kann. Aber sie sind nicht wählerisch. Sie versichern alte Menschen, junge Menschen, hässliche Menschen, schöne Menschen, Männer, Frauen, dazwischen, Kinder, Omas, Opas und alles weitere, das vorzugsweise zwei Beine hat, und eine Versicherungspolizze unterschreiben kann. Eine spezielle Versicherung wäre da noch die Lebensversicherung. Irgendwie ist der Name aber irreführend. Wenn sie dachten, diese Versicherung würde ihr Leben schützen, sind sie fehlgeleitet. Es bedeutet lediglich, wenn sie unter irgendwelchen dubiosen Umständen krepieren sollten, sich ihr Ehepartner das ganze Geld einheimst, inklusive der Prämie die man für ihren Tod ausgesetzt hat, für den sie selber blechen mussten. Wie dem auch sei. Vertrauen verpflichtet. Mich nicht.
Der Schokoriegel im Handyformat
Viele haben sie bestimmt gesehen. Die Kinder - Pingui Werbung von Ferrero.
Allem voran zeichnete sich die Nützlichkeit dieser Schokolade aus. Eine junge engagierte Hausfrau mit Kindern, die dies und das zu erledigen hatte, und immer ihr Kinder - Pingui dabei hatte. Keiner hat wohl je nachgefragt, ob es normal ist, immer mit einem Stück Schokolade in der Hand herumzulaufen. Wie dem auch sei, der Träger eines solchen Wunderdings ist, so scheint mir, befähigt jede noch so prekäre Lage zu meistern. Ein klitzekleines Anzeichen für Absonderlichkeit kam bei mir auf, als dieses süße Etwas am Ende der Werbung klingelte. Es bringt die Überlegung nahe, dass diese sagenumwobene Köstlichkeit auch zum telefonieren benutzt werden kann. Zu schade finde ich es, dass dies niemals demonstriert worden ist.
Fernab der Gesetzmäßigkeit die solche Werbungen in Hinsicht von sozialer Erziehung innehaben, wäre es eine Wonne gewesen zu sehen wie die Dame sich ihre Wange mit tiefgekühlter Schokolade voll kleckert, um einen Beweis für diese Behauptung zu erbringen. Anscheinend wurden auch die hochdotierten Macher dieser Werbung darauf aufmerksam. Sie änderten den Werbespruch auf: Für die ganze Familie. Gab es mit Ausnahme von Alkohol und Zigaretten schon jemals ein Produkt, das nicht für die ganze Familie Eignung hatte? Oder war es gedacht als Hinweis, dass es zum Verzehr für die gesamte Familie geeignet wäre?
Welche Dramatik würde sich ergeben, wenn es nur mehr für Oma und Opa passend wäre? (Vorausgesetzt die Kukident-Haftcreme spielt mit.) Gäbe es dann einen Familienkonflikt wegen eines klingelnden Schokoriegels?
Come in and find out
Können sie sich vage an diesen Werbespruch erinnern? Erinnert er sie an türkisenen Dunst? Haben Sie verzweifelt in der türkisenen Duftwolke denn Ausgang gesucht? Wenn sie diese Fragen mit ja beantworten können, wissen sie wohl schon von welcher Werbung ich hier proklamiere, und auch um die Ehrlichkeit dieses Slogans.
Douglas! Come in and find out! Oder auf Deutsch: „Kommen Sie rein um den Ausgang zu finden“ Ohne Zweifel erklärt dies, warum das Geschäft immer so überlaufen ist. Falls sie sich schon jemals gefragt haben, warum ihre Freundin sich nach einem Douglas-Besuch nicht mehr meldete, jetzt wissen sie es. Versuchen sie auch nicht die Polizei zu alarmieren, sie würde sich zweifelsohne nicht in dieses Krisengebiet begeben. Bleiben sie am besten ganz ruhig. Ein Parfüm hat schätzungsweise eine Halbwertzeit von mindestens ein paar tausend Jahren. Danach kommt sie sicher wohlbehalten zurück, um die neuesten Duftkreationen auch Ihnen vorstellig zu machen. Machen sie sich also keine Sorgen, dass nur ihre Freundin an der Chemie ersticken darf. Ferner gibt es für sie auch andere Möglichkeiten zu chemischer Blüte zu gelangen, ohne dass sie der Duft zu sehr betört. Gehen sie wieder raus in die Natur. Helfen sie wahlweise Greenpeace, dem WWF, oder auch den Walfängern. Unschwer zu erkennen ist, dass letzteres die intensivere Duftnote birgt. Um Ihren Image nicht zu sehr zu schaden, sollten sie besser eine kleine Spende (in Höhe dessen was sie normalerweise für Parfüm im Jahr ausgeben) für mittellose Diktatoren ausgeben, damit die Welt weiß, dass sie sich auch um arme Kreaturen kümmern.