Gerade in letzter Zeit fällt mir immer mehr auf, wie sehr sich mein Weltbild auf Geopolitik, Zerwürfnisse, Strategien, Manipulation usw. immer mehr beschränkt. Kein Zweifel, es ist durchaus interessant, immer mehr, etwas mehr Durchblick zu bekommen, zu überlegen, zu konstruieren und die Gedanken schweifen zu lassen. Trotzdem, gerade wenn zu viele schwerwiegende Dinge dieser Art auf einmal zusammenkommen, fällt mein Interesse förmlich auf 0, da weiß ich nicht wo ich als erstes hinschauen soll und erlebe eine Art von Frust diesen Werdegang nicht erkannt zu haben. Zu meinem Trost muss ich sagen, ich glaube die Entwicklung in Österreich konnte tatsächlich niemand voraus ahnen und selbst die Macher der Staatsaffäre haben sich das wohl anders vorgestellt.
Gerade dann, wenn ich sozusagen am Boden meiner Selbsterkenntnis angelangt bin, fällt mir extrem auf, was ich für ein Würstchen von Schreiberling bin und das wir hier welche haben, da mag ich besonders und
hervorheben (der Grund warum ich diesen Text jetzt schreibe), die so deutlich zeigen, wie schön die Kommunikation in Textform sein kann. Unsern
darf man auch nicht vergessen, aber der textet eher auf der Ebene der tiefgreifenden Verbindung zwischen Emotionen und Verstand. (sry, du hast sicher bemerkt dass ich ich dich nachträglich eingefügt habe, aber der Kreis schließt sich bei dir) Und vor allem, dass mein Gehirn mal entrümpelt gehört. Ich glaube, ich habe in letzter Zeit zu viel Einzelwissen angesammelt, über lauter (naja, sagen wir mal) nicht so schöne Dinge und den Rest stark ausgeblendet. Das ist jetzt weder ein Versprechen, noch eine Vorhersage, aber ich möchte in nächster Zeit gelegentlich mal versuchen nicht so stark in die analytische Tiefe der Geopolitik einzudringen, sondern irgendwas anderes ausprobieren; ob ich dazu überhaupt in der Lage bin.