https://orf.at/#/stories/3328137/
Die letzte Nachricht über Niger im ORF brachte mich zum Staunen. Also, um das kurz zusammem zu fassen, wie ich das auffasse:
Eine Delegation der ECOWAS ist nach Niger gereist, um mit den Putschisten diplomatisch zu verhandeln. Gleichzeitig sagt die ECOWAS, sie hätte schon einen Termin für eine militärische Intervention, falls die Verhandlungen schief gehen.
Aber natürlich wollen sie das nicht machen, nur wenn's unbedingt sein muss.
Jetzt muss man auch noch wissen, dass die Putschisten von Niger, das ehemalige Oberhaupt in Gewahrsam haben und damit drohten, ihn zu töten, falls militärisch interveniert wird.
Wenn man so darüber nachdenkt, kann das nicht recht zusammen passen. Entweder die bei ECOWAS sind sehr dämlich, oder man biegt sich bei uns (wieder mal) die Nachrichten zu recht.
Man muss ja davon ausgehen, dass alles was in den Nachrichten steht (und noch viel mehr) von Behörden und Geheimdiensten erst recht gewusst wird. Wir haben auch (hoffentlich) keine baerbocksche Inflation. Warum sollten die eine Delegation zum (bewaffneten) Feind entsenden, so als ob es ein harmloser Besuch wäre? Die Gefahr wäre doch, dass die Putschisten diese Delegation auch einsacken und damit ein größeres Druckmittel haben. Natürlich würde es auch den Konflikt vergrößern. Um eines nicht zu vergessen, wir haben ja in der Zwischenzeit dieses sagenhafte Internet, mit dem man auch aus weiter Entfernung kommunizieren kann. Zur Not hätte auch ein Telefon gereicht.
Wenn ichs nicht besser wüsste, spielen die ECOWAS und Niger dem Westen etwas vor, bzw. der Westen lässt sich bewusst für dumm verkaufen, weil er merkt, dass er keinen Einfluss darauf hat.
Achja, die Headline selbst ist schon witzig:>>Niger: ECOWAS mit „Botschaft der Entschlossenheit“