Die Niederlande haben ein neues Gesetz zur Registrierung von Organspendern bekommen. Danach wird jeder volljährige Bürger automatisch als Organspender registriert. Diejenigen, die das ablehnen, müssen sich melden.
Ich muss zugeben, das hinterlässt bei mir ein mulmiges Gefühl. Zwar wohne ich nicht in den Niederlanden, sondern in Österreich, trotzdem kann das ja auch zu uns umschwenken. Gut, jetzt kann man sagen, "wenn du nicht willst, mach es nicht". Andere finden das vielleicht sowieso eine gute Idee. Mein Bedenken ist, dass eigentlich gegeben sein sollte, dass das tendenziell eher nicht gewollt wird (immerhin besteht ein Großteil der Bevölkerung nicht aus Organspendern), man trotzdem mit dem Gesetz dem Wunsch widerspricht. Auf der Vertragsebene ist/wäre das so, als ob man ein verdammtes Zusatzpaket bei einer Hauptbestellung dabei hat, was man zwar kündigen kann, aber trotzdem den Aufwand dafür hat.
Was machen die ganzen alten Leute, denen vielleicht zu solchen Dingen der Zugang fehlt? Dass man Organe braucht ist mir klar, auch dass es Spender geben muss, aber das hier ist, kA, irgendwie derb und entwürdigend.
Hm, so wie in der Stadt nackt herum zu laufen, bis man sich wen fragen traut, ob er Kleidung hat. Was mir auch in den Sinn kommt, das Ganze ist gerade nicht zufällig sondern auch so gewollt. Damit meine ich, wenn es bereits so eine Agenda gibt, dann gibt es auch bereits Abwehrmaßnahmen, wenn das wer nicht will. Da könnte ich mir Mitarbeiter vorstellen, die das dann abblocken.
*Möchten Sie denn nichts gutes für die Medizin tun?
*Möchten Sie keine Leben retten?
*Was ist ihr Körper denn noch wert, wenn sie bereits tot sind?
*Stellen sie sich vor, sie könnten ihre Tochter retten...
Vermutlich wird man das vorher noch nicht machen, aber was in der Hinterhand haben, falls die "Stornoquote" zu hoch wird. Mal ganz abgesehen von meinem persönlichen Empfinden, dass ich nicht durch bin, was nach dem Tod passieren könnte. Eigentlich wäre das sogar so, als ob mich der Staat nach meinem Tod noch immer bevormundet.