Nein, das ist kein Witz. Wie durch Geisterhand, geistert das Thema gerade durch die Medien und was auch immer der Grund dafür sein mag, ist es zumindest in Österreich und Deutschland (zufällig) wieder zu einer Synchronizität in der Berichterstattung gekommen. (Teilweise auch in der Wortwahl, weil sie das Abschreiben in der Schule gelernt haben)
Ja, natürlich ist dieses Thema nicht lustig, gleichzeitig leider wieder die Spaltungsmethodik der Medien, welche in ihren Berichten so in etwa sagen, dass Männer ausnahmslos alles Schweine sind (es gilt die obligatorische Unschuldsvermutung) und entsprechend jede Frau, permanent um ihr Leben bangen muss.
Wie ein Tüpfelchen auf dem [i] bot sich nun an, dass ausgerechnet der Lokalbesitzer der die Grüne Sigrid Maurer wegen Verleumdung geklagt hat, selbst offenbar zum Mörder wurde. Der hat doch glatt seine Freundin per Kopfschuss (das muss man sich mal vorstellen) quasi hingerichtet. Was man aber in den Medien verschweigt (also das war mein letzter Stand der Dinge), dass der Mörder aber sie nicht beleidigt hatte, sondern wer anderer (der Vorbesitzer des Lokals, der offensichtlich noch Zugriff auf dessen Facebook-Account hatte). Ich will damit sagen, natürlich bleibt das ein Mörder (wenn er's war), trotzdem wird das beinhart vermischt und der Ursprüngliche, der die Beleidigungen machte (er sagte, Sigrid Maurer sei fett.. und auch so manch andere unschöne Dinge) ist im Zerrbild der medialen Wirklichkeit irgendwie der geworden, der seine Freundin umgebracht hat.
Nachtrag: Da fällt mir auf, da wird doch glatt die Maurer wieder zum Opfer stilisiert, obwohl eigentlich eine andere umgebracht wurde.
Ebenfalls erleben wir wieder das berühmte Beispiel, irgendwelche Randphänomene
nach vorne zu ziehen, um eine statistische Unbedeutsamkeit in den Fokus zu rücken.
In Österreich sind dieses Jahr (wie es aussieht) bereits 9 Frauen ermordet worden.
Und überall liest man: ["Ermordert, weil sie Frauen sind..."]. Ich meine, habt ihr einen an der Klatsche? (Was ist denn das Gegenteil von Femizid? Maskizid?) Frauen bringen dann Männer um, weil sie Männer sind, oder wie? Schlimm ist, dass so etwas überhaupt passiert (möchte da auch mal das Thema Lockdown ins Spiel bringen), ganz egal wer wen umbringt, egal wegen was. Niemand soll jemanden wegen irgendwas umbringen; Punkt.
Zum Thema Randphänomene möchte ich noch sagen, dass nun doch gegen die Wahrscheinlichkeit ermordet zu werden (in Österreich sind es im Schnitt im Jahr so um die 40 m/w/d) Covid (mit oder an) bedrohlich wirkt.
Und damit mir nicht ein Troll mit der Opferthematik kommt: Medien sollen keine unbedeutenden Zahlen aufbauschen, sondern es wäre gut, wenn sie nicht immer (wie absichtlich) den Keil zwischen Gegensätzen hineinrammen.