Diese makellosen Champignons, Anisegerlinge fand ich im Vorbeifahren mit dem Rad. Sie standen an einer Hecke am Straßenrand, etwa 20 Meter von einer Bushaltestelle entfernt. Ein Platz, an dem sie jeden Hund anstrahlten und wahrscheinlich auch umgekehrt, deswegen hab ich nur den Kleinsten mitgenommen.
Zum Größenvergleich hab ich die Schachtel daneben postiert, mit einer Kantenlänge von 12,5 cm. Es ist erstaunlich, daß so schöne Pilze an einem Ort stehen bleiben, wo so viele Menschen vorbei gehen.
Damit man sicher stellt, daß man einen Egerling und keinen weißen Knollenblätterpilz erwischt hat, schaut man sich das Schnittbild an. Das wesentliche Merkmal sind die Lamellen, die nicht reinweiß, sondern Richtung beige rosa gefärbt sind. Am nächsten Tag waren die Lamellen schokoladenbraun, unverwechselbar.
Eines ist sicher. In schlechten Zeiten wären diese Superexemplare ruck zuck geerntet worden. Sie wären auch sehr gut zu "putzen" gewesen, da sich die Huthaut ganz leicht und komplett abziehen ließ. Vielleicht haben sie ja inzwischen einen Pilzliebhaber gefunden. Es ist fraglich, ob im Wald die Wachstumsbedingungen ähnlich gut waren und noch sind.