Dieses Bild zeigt, wie ein Sand/Wassergemisch aus dem Meer gepumpt und auf den Strand gespült wird.
Die Sturmfluten der Winter- und Frühjahrsstürme nagen mehr oder weniger an der Küstenlinie, besonders wenn diese zur Hauptsache aus Sand besteht. Um den Landverlust möglichst aufzuhalten bedient man sich unter anderem auch der Strandaufspülung. Für 2019 waren 1,2 Millionen Kubikmeter Sand, auf einer Länge von 5 km bei den exponierten Orten: List, Kampen, Westerland und Hörnum vorgesehen.
Bei der Strandaufspülung wird etwa 10 km vor der Küste Sand mit einem Saugbaggerschiff aus dem Meer aufgenommen. Das Schiff fährt bis auf ca. 2 km an die Küste heran und koppelt an eine, von dort bis zum Strand, verlegte Rohrleitung an. Durch diese wird mit ca. 7 bar ein Sand /Wassergemisch auf den Strand gepumpt. Das Wasser läuft ab und der Sand wird mit Bulldozern (im Hintergrund) verteilt.
Das Saugbaggerschiff, ca. 2 km vor der Küste, an der Dükerposition (Andockstelle - Rohrleitung)
Das Wasser läuft ab, der abgesetzte Sand wird verteilt, und die immer hungrigen Möven finden eine reich gedeckte Tafel vor
und sie bedienen sich an dem Kleingetier im Sediment
Im Hintergrund rechts vor der Düne sieht man die mächtige Rohrleitung, und den dunklen Schwall des heraus gepumpten Wasser/Sandgemisches
Die Methode der Strandaufspülung ist aufwendig, wird aber häufig an der Nordseeküste eingesetzt, weil sie sich als wirkungsvoll erwiesen hat, besser als Buhnen und Tetrapoden. Das Leidige ist, daß man nach jeder stärkeren Sturmflut diesen Vorgang wiederholen muß und das geht in die Millionen.
Wenn der von See kommende Wind stärker, und das zu erwartende Hochwasser deutlich höher ausfallen wird, sind schon einfache Vorsichtsmaßnahmen erforderlich
Die Strandkörbe werden zum Schutz an die Uferdüne heran gezogen. Für die Strandkorbwächter eine nicht unerhebliche Aufgabe.
Diese Bedingungen hat man auf den Nordseeinseln, auch im Sommer, häufig und stellen nichts Außergewöhnliches dar.
Wie es bei einer Sturmflut aussieht, schaurig-schön, kann ich mir in etwa vorstellen, "muß ich aber nicht haben", da die Folgen nicht erfreulich sind.
Verständlicherweise sind normale Bedingungen das, was sich jeder wünscht und das sind auch schöne Bilder:
Mäßiger Wind, der schon beachtliche Anforderungen an Badende stellt. Es sieht von außen halb so schlimm aus, aber schwimmen ist bei diesem Wellengang sicher nur unter Badeaufsicht erlaubt und dringend einzuhalten.
Für diese drei waren die Bedingungen genau richtig. Sie feiern ihre erste Surf-Lehrgang-Stunde, genauer das Ergebnis: Sie haben zehn Sekunden auf dem Brett gestanden, bevor die Wellen sie zurück ins kühle Naß holten.