So sieht man die Ostsee in unseren Breiten, wie hier in der Lübecker Bucht, nicht so oft. Die Temperaturen lagen bei – 5° C , als wir am Timmendorfer Strand (Promenade) entlang wanderten. Da ein kräftiger Ostwind wehte bekamen wir die Einstufung, gefühlte minus 20 °C, am eigenen Leibe zu spüren. Mit dem Wind im Rücken war es eigentlich harmlos, das änderte sich aber deutlich auf dem Rückweg, als uns der Wind die Kälte durch alle Knopflöcher blies. Der hier beschriebene Winter liegt ein paar Jahre zurück.
Die Seebrücke von Timmendorfer Strand menschenleer. In einem Café, bei Kaffee und Kuchen, mit Blick auf das Meer, ließe es sich auch gut aushalten.
Ein Fährschiff verläßt die Lübecker Bucht, wie eine fata morgana, auf dem Weg nach Skandinavien.
Die Seebrücke und im Vordergrund eine kleine Schutzmauer, falls die Wellen höher schlagen, wenn Sturm die See in die Bucht drückt.
Themenwechsel zurück in die Gegenwart:
Am Donnerstag, den 27.2.20 hat der Winter auch in Unterfranken einmal kurz und kräftig zugeschlagen. Da sah es etwa so aus.
Richtig winterlich
Es hat gut 3 Stunden kräftig geschneit. Der Schnee war naß und schwer. In der kurzen Zeit hatten wir eine geschlossene Schneedecke von 10-15 cm auf der Straße. Wir waren mit Freunden in einem Lokal. Auf dem Weg dahin ging es ein paar mal auf knapp 400 Meter hoch. Die Rückfahrt gestaltete sich erwartet schwierig. Es zeigte sich, daß einigen Autofahrern die Winterpraxis fehlte, oder sie waren mit Ganzjahresreifen unterwegs, für diese Wetterkapriole überhaupt nicht gut und einige sind damit im Graben gelandet. Ein Fahrer zeichnete sich aus, durch grenzenlose Dummheit, gepaart mit Unverfrorenheit. Er kam bergab und hielt neben einem Auto, das an der Steigung hängen geblieben war. Tür auf und Information von Fahrer zu Fahrerin. Das war für mich das Verhalten eines Gutmenschen, so wie der Begriff heute oft verfremdet angewendet wird.
Um einem behilflich zu sein, hat er anderen die Straße dicht gemacht, ohne Not. Es lag niemand auf der Straße, es stand kein Auto im Weg. Er hätte nur 50 m weiter bergab fahren müssen und hätte dann viel besser Hilfe anbieten können. Für die, die anhalten mußten, wegen dieses Trottels, war das Anfahren an der über 10 %-igen Steigung schwierig bis nicht möglich.
Nachdem er endlich den Weg frei gemacht hatte, schafften wir mit Mühe die nächste Anhöhe, im Schneesturm. Wir nahmen einen Umweg in kauf , konnten ins Taubertal abbiegen, wo es problemlos weiter ging.
Das war hoffentlich für uns der Abschluß des Winters 2020.
Solche Schneemassen, wie vor einigen Jahren in der fränkischen Schweiz, wie man sieht am Ende der Wintersaison, wünscht man sich in Regionen, wo Wintersport mit Lust und Laune betrieben wird.
An einer Straßenkreuzung zusammen geschobener Schnee
Sieht ja gut aus so eine verschneite Landschaft und das nach einer langen Tauwetterphase (fränkische Schweiz bei Heiligenstadt)
Liebe Steemians, ich hoffe der Text war nicht zu lang
Zum Abschluß ein Bild von Wertheim am Main, mit Blick über die Altstadt auf die Burg