Jeder kennt sie,
flauschig, stur und nützlich. Kurzum : Deichschafe. Diese besondere Form der nordischen Heidschnucke begleitet die Menschheit fast schon seit der Erfindung des Ringdeiches und hat sich dabei so unentbehrlich gemacht wie die Hunde selbst, die man benötigt um, die Tierchen zu halten. Denn wenn man sich mal etwas genauer die Umgebung anguckt, in der sich Menschen diese Tiere halten müssen um zu überleben, stellt man schnell fest, dass nirgendwo die Sonne so schon grau und flüssig scheint wie bei uns im Norden.
Aber was hat es mit diesen possierlichen Tierchen eigentlich auf sich? Hier mein Beitrag für den Bereich #pseudostem 😉.
Merkmale
Das besondere Merkmal dieser Schafe (Ovis) entstand durch die gehobenen Bedürfnisse an ihren Lebensraum und zwar die Beine. Denn jeder Flachlandtiroler, der schon einmal versucht hat, einen Deich zu besteigen, hat herausgefunden, dass diese Dinger unglaublich steil und mit Rasen begrünt sind. Somit konnten die ersten Hirten ihre Ökorasenmäher nur von unten nach oben laufen lassen oder umgekehrt, ohne dass die armen Tierchen dabei umfallen. Jedoch hat jahrhunderte andauernde künstliche Selektion und nordischer Pragmatismus zu zwei Unterformen der Heidschnucke geführt. Dabei entstanden die Inversen– und Exversen-Schafe.
In der folgenden Illustration wird noch einmal verdeutlicht, welches Bein bei welcher Gattung kürzer ist (natürlich aus Sicht des Patienten/Schaf).
Vorkommen
Das Biotop Deich muss hier für die genaue Betrachtung in zwei Teilbereiche zerschlagen werden und zwar Innen und Außen (da wo das Wasser ist). Somit haben die Ringdeichbewohner wahre Bauernschläue bewiesen. Die Inversen-Schafe waren auf der Innenseite des Deiches und mähten das frische Grün in mathematisch negativer Drehrichtung(mit dem Uhrzeiger). Auf der Außenseite stehen natürlich die Exversen-Schafe und durch ihre rechtsseitige Kurzbeinigkeit laufen auch diese im mathematischen Sinne den Kreis negativ ab. Somit wurde das Problem gelöst, dass die armen Tierchen jedes Mal nach der Deichbesteigung auf der Spitze umdrehen mussten.
(So viel negative Verdrehung in den letzten 300 Jahren würde auch erklären warum der Norddeutsche als mürrisch und launisch bekannt ist.)
Paarungszeit
Probleme moderner Deichanlagen
Die Zeit der Ringdeiche ist leider zu Ende und somit werden moderne Schafhirten vor ganz neu Probleme gestellt. Die Kurzbeintechnik findet zwar immer noch Anwendung, jedoch können die Tiere nicht mehr im Kreis laufen, sondern nur noch von Westen nach Osten. Deswegen müssen die Bauern ihre Tiere alle 2 Wochen am Ende der Weide mit Traktoren abholen und auf speziell präparierte Ladeflächen (schief) verladen, um sie am Anfang wiedereinsetzen zu können. So können die Schafe stur und behäbig den ganzen Deich abgrasen und stehen nicht vor der Problematik am Ende den nahenden Hungertod befürchten zu müssen.
Ich muss zugeben, dass ich mich viel zu hart weggeballert habe vor Lachen beim Schreiben dieses Textes, ich hoffe ihr hattet auch Spaß. Da ich es bedauerlicherweise schon einmal geschafft habe, jemanden von diesen Tierchen so zu überzeugen, dass er 4 Wochen geglaubt hat, es gäbe sie wirklich, hier der Hinweis. !!!NOPENOPENOPE!!!
Über Kritiken würde ich mich sehr freuen. Wenn jemand das nicht so gern hier im Kommentar Bereich machen möchte, kann man mich gut auf dem D-A-CH Discord erreichen. Ich freue mich über jede Meinung!