Nö, das wohl nicht. In einem unserer sonntäglichen Ausflüge mit den Kiddies in Elektrizitätsmuseum im alten Umspannwerk in Recklinghausen finden wir folgende, verblüffende historische Einordnung (ich wusste es zumindest nicht):
Zu Beginn des Zeitalters der individuellen Mobilität war die Frage nach der Antriebsquelle für Autos durchaus offen. Verbrennungs- und Elektromotoren wurden nahezu parallel entwickelt.
Das erste Elektroauto wurde 1881 und damit bereits fünf Jahre vor dem Benz-Motorwagen auf der Internationalen Elektrizitätsausstellung in Paris vorgestellt.
Anfänglich schienen Elektrofahrzeuge konkurrenzfähig zu sein, so etwa waren im Jahr 1901 in New York mehr als 50% aller Automobile elektrisch angetrieben. Im Jahr 1912 wurden allein in den USA fast 34000 Elektroautos gebaut.
Dass die verbrennergetriebenen Fahrzeuge die Elektroautos allerdings bereits in eine Nische abgedrängt hatten, zeigt die Tatsache, dass die Firma Ford von ihrem Model T zu dieser Zeit täglich bis zu 9000 Einheiten fertigte. Aus technischen Gründen blieben die Fahrzeuge in ihren Einsatzmöglichkeiten auf kleinwäumige städtische Ballungsgebiete beschränkt, wo sie sich teilweise, wie etwa in England als Milchlieferfahrzeuge, bis in die Gegenwart behaupten konnten.
Als "Beweis" sind einige historische Modelle ausgestellt, so der alte DKW hier:
Das Museum hatte natürlich noch mehr zu bieten, und so werde ich ein paar Fotos und Geschichten schon bald nachliefern.
Bis dahin wünsche ich eine schöne Restwoche!