Mit einem Bier gewaffnet und Musik aus der Handy-Musicbox bin ich ja so manches Mal auf der Haniel-Halde unterwegs, um beim Blick über meine Heimat das Dasein zu genießen.
Dieser Winter hat es ja in sich. Seit Mitte November frieren wir uns alle bis auf einige Tage ausgenommen den Arsch ab und schippen Schnee, der in der Masse Grönland locker bedecken könnte.
Der 17. Januar war so ein Ausnahmetag. Vormittags glaubte ich an eine Zeitreise um einige Monate, zeigte das Auto doch 13° PLUS an. Da reifte sofort der Gedanke, die Gelegenheit beim Schopf zu packen und stieg meine Halde empor.
Und ja: anders als seit 2 Monaten bleibt die fette Winterjacke extra mal am Haken hängen und ich greife zur Übergangsjacke.
Oben angekommen war zwar alles ein wenig karger, als ich es aus den Frühlings- oder Sommermonaten gewöhnt bin. Aber ein vorgezogener Frühlingstag tat so was von gut. Und wie wir alle wissen, war das Temperaturschauspiel auch schnell wieder vorbei....
Von daher: alles richtig gemacht!
Hier übrigens die Stelle, wo es sich am besten aushalten lässt und der Anblick am schönsten ist. Interessant: Auch die Insekten waren um die kurze Temperaturspitze mehr als verwirrt. Tausende von Mücken schwirrten um meinen Kopf herum. Das war allerdings ziemlich lästig und passiert sonst nicht.
Beim Abstieg merkt man dann doch, dass es eben noch Januar ist. Kaum unten angekommen, will die Sonne schon wieder den Tag verabschieden.
Hier nochmal das brachliegende alte Zechengelände, auf dem sich die Natur die asphaltierten Straßen und Lagerplätze nach und nach zurückholt. Immer urig und erfurchtsvoll irgendwie, sich das an zu sehen.
Schön zu wissen, dass man mit Glück auch im Januar eine schöne Runde bei zweistelligen Temperaturen und Sonnenschein drehen kann.
Die nächste wird es wohl frühestens im März geben.