Der GEZ-Antifant Böhmermann
hat bekanntlich mal wieder das ganze Internet von sich reden gemacht. Deswegen ist es wohl kaum nötig, den Gesamtzusammenhang hier nochmal aufzuführen. Wer dazu noch nicht genug weiß, kann zum Beispiel beim Kollegen diesen Artikel lesen:
#ReconquistaGehirn: Was macht ihr eigentlich ohne unseren "Hass"?
Ganz kurz zusammengefasst: "Böhmie" hat seine Fangemeinde dazu aufgerufen, zig Twitter-Accounts zu blockieren, weil sie - seiner Meinung nach Hass - verbreiten, rechts und voll Nazi sind.
Selbstzensur der Dummen
Das Interessante ist dabei, dass er zwar so tut, als sei seine Aktion #reconquistainternet eine Gegenaktion, doch bei genauerem Hinschauen ist es das nicht. Es ist viel mehr zum potentiellen Nachteil seiner Anhänger und kaum zum Nachteil der gelisteten Profile. Denn was bedeutet es, Twitter-Accounts zu blockieren?
Es bedeutet, dass man von diesen Profilen nichts mehr lesen kann. Es geht also nicht darum, gegen den vermeintlichen Hass Gegenargumente zu finden und öffentlich zu streiten, sondern darum, sich selbst zu zensieren. Blockt man diese Profile, läuft man nicht mehr Gefahr, mal versehentlich über eine unangenehme Wahrheit zu stolpern. Die betroffenen Profile werden davon kaum etwas mitkriegen und im Gegenteil: sie werden nach dem Streisand-Effekt möglicherweise sogar einen Vorteil bekommen, weil sie zusätzliche, neugierig gewordene Follower kriegen.
Die Einzigen, die also geschädigt werden, sind die blinden, naiven Anhänger Böhmermanns.