Es passieren schreckliche Dinge auf der Welt und wir fühlen uns machtlos. Viele fühlen sich einsam in der Gesellschaft und sehen nur Menschen die blind dem Strom folgen. Die einfachste Weise, nicht an diesem Umstand zu verzweifeln, ist zu resignieren und sich den Spielregeln unseres Systems zu fügen. Widerstandslos leben und sich der Verantwortung entziehen. Doch: Wer sich fügt ist fremdbestimmt.
Wer dem Diktat derjenigen, die für die schrecklichen Dinge verantwortlich sind, folgt, der trägt eine grosse Mitverantwortung. Es ist hart auszubrechen, zumal man viel aufgeben muss. Viele Menschen sind nicht im Stande das System grundlegend zu hinterfragen; zu tief ist es in ihnen verankert. Und weil es normal ist, den Spielregeln zu folgen, fühlt es sich richtig an. Misstände wie Ausbeutung und Leid oder die Zerstörung des Lebensraumes werden als notwendige Übel akzeptiert und es wird darüber hinweg gesehen. Aus den Augen, aus dem Sinn. Das System ist eine Religion, etwas unantastbares. Aussteiger stossen nur selten auf Verständnis und werden stattdessen verurteilt. Realitätsfern, naiv, Freak und Gutmensch; diese Begriffe kennt wohl jeder, der alternativ, abseits der Norm lebt.
llustration «Das Universum in mir»
Ein Mensch, der sich mit seinem Weltbild alleine fühlt, wird hoffnungslos unglücklich. Es ist wichtig, sich nicht unterkriegen zu lassen sondern stets für seine Prinzipien einzustehen. Den Mut haben seine Positionen zu vertreten. Darüber zu sprechen, auch mit demjenigen der dich nicht verstehen wird. Sich mit anderen Freigeister zu verbinden und Wege finden, wie es sich mit einem reinen Gewissen leben lässt.
Liebe, Dankbarkeit, Empathie und Kreativität sind die besseren Wegweiser als Gesellschaft und Gesetz.
Lass uns Utopien leben. Wir leben nicht, um die Welt zu retten. Wir leben um zu erfahren. Wir können das System nicht ändern aber wir können neue Wege erforschen. Liebe, Dankbarkeit, Empathie und Kreativität sind die besseren Wegweiser als Gesellschaft und Gesetz. Nur wer im Frieden mit sich und der Umwelt lebt, kann bedingungslos glücklich sein. Wobei ich bezweifle, dass es sich hierbei um zwei unterschiedliche Dinge handelt – ich und die Umwelt. Dieser Gedanke wirft eine sehr bedeutungsvolle Frage auf: Wer bin ich?
Wenn ich mich jemandem vorstelle, tue ich das anhand meines Namen. Ich definiere mich durch meine stoffliche Identität – mein Körper und alle materiellen Erzeugnisse, die mit mir in Verbindung stehen –, durch meine Geschichte und durch gesellschaftliche Parameter wie Natiolität und Beruf. All diese Faktoren bilden meine Identität. Doch das bin nicht ich. Mir schwebt das Bild eines Kuchen vor: Wenn ich den Kuchen in Stücke schneide, bleibt der Kuchen erhalten. Es wird ihm lediglich eine neue Form gegeben. Der Kuchen ist das Universum, während meine Identität die Trennnung des Kuchenstücks ist. Ich manifestiere mich in diesem Stück des grenzenlosen Universums und vergesse was ich eigentlich bin: Das grenzenlose Universum selbst.
Eine für mich einleuchtende These. Dennoch kann ich nicht behaupten, dass ich diese Wahrheit erfahren habe. Aber ich habe mich dazu entschieden, danach zu suchen. In mich zu kehren. In mich, das Universum.
Was sind eure Wege, nicht im Weltschmerz zu versinken? Gerne diskutiere ich mit euch in der Kommentarsektion.