Wisst ihr, dass die Gerichte allesamt mit Kleinigkeiten wie Nachbarschaftsstreitigkeiten total überlastet sind?
Da steht mal ein Baum zu Nahe an der Nachbarschaftsgrenze, ein Auto wurde falsch parkiert und der Rasen wurde sogar in der offiziellen Ruhezeit lautstark und knatternd gemäht.
So was geht doch einfach nicht!?!
Was sind denn das für schlechte Nachbarn?
Ich glaube solche Situationen kennen viele von uns, sei es als Mieter oder als Eigentümer.
Aber, dass es sogar im Garten unter Pflanzen ähnlich ist, kann man sich kaum vorstellen.
Ich habe mich dieses Jahr dazu entschlossen meine Gemüseanbaufläche um 80 m2 zu vergrössern.
Das war eine ordentliche Planung und noch viel mehr Arbeit.
Die Idee war schon zeitig im Frühjahr meinen ersten eigenen Bio Salat zu verköstigen. Deshalb zogen auch gleich die ersten Salatsetzlinge in dieses Hochbett ein. In den kühlen Nächten wurden sie noch mit einem Vlies zugedeckt, damit es den kleinen Gaia-Kindern ja nicht zu kalt wurde!
Die Kleinen entwickelten sich prächtig, aber……
In einem schon vorhandenen Hochbeet überlebte noch eine Stangensellerie Pflanze, vom letzten Jahr, die ich auch so drin lies.
... was war nur mit dem Sellerie los.
Der fiel kraftlos in sich zusammen und fing sogar an zu faulen!
Was war da nur geschehen?
Sogleich überprüfte ich meinen Anbauplan für dieses Jahr und bemerkte schnell, --- es war ein Nachbarschaftsproblem!
Ich betreibe schon viele Jahre die sogenannte Mischkultur, achte auf die Fruchtfolge und vor allem was ich zueinander setze.
Dieses Jahr ist leider etwas schiefgelaufen, weil „neue Mieter“ ins Hochbeet eingezogen sind, die den „alten Mieter“ störten.
So werden nun schnell die Salatköpfe geerntet und das nächste mal darauf geachtet, dass nur Buschbohnen, Bohnenkraut, Dill, Erbsen, Erdbeeren, Gurken, Kohl, Kohlrabi, Lauch, Möhren, Radieschen, Rettich, Rhabarber, Rote Beete, Schwarzwurzeln, Stangenbohnen, Tomaten oder Zwiebeln als Nachbar in Frage kommen. Also eine riesige Auswahl!
Im Gemüsebeet kann ich ja darauf achten, aber wie ist es bei uns Menschen?
Da können wir uns unsere Nachbarn nicht einfach aussuchen, damit es am besten passt.
So lehrt uns die Natur wieder einmal, dass Respekt und Toleranz und vor allem aber auf die Bedürfnisse von jedem Einzelnen mehr einzugehen es wert sind, damit wir in Frieden miteinander in „Guter Nachbarschaft“ leben können.
Versuchen, einander zu verstehen, das lehrt uns Gaia, Mutter Natur!
Danke für eure Aufmerksamkeit und auf „gute Nachbarschaft“
eure kizumo
P.S. Wer übrigens Wissen möchte, welche Pflanzen miteinander angebaut werden können, da gibt es jede Menge Tipps im Netz unter: „Mischkultur“ oder „gute und schlechte Nachbarn“
Alle Bilder sind von mir selbst oder aus meinem Archiv