In einigen Tagen ist Ostern trotz der angespannten Weltlage, Ausgangsverboten und der Angst, krank zu werden!
Ostern ist vor allem ein Familienfest bei dem unter anderem Eier gefärbt und versteckt werden.
Aber woher kommt denn eigentlich dieser Brauch?
Darüber gibt es viele Theorien und eine der bekanntesten ist diese:
Vor allem im 16 Jahrhundert schenkten sich die Menschen zur Ehre der Göttin Ostara das typische Fruchtbarkeitssymbol, das Ei.
Diese germanische Göttin versinnlicht die Auferstehung der Natur und das Erwachen des Frühlings nach einem langen Winter.
Allerdings war diese heidnische Gottesverehrung der christlichen Kirche ein Dorn im Auge und so wurde diese Tradition, Eier zu verschenken, verboten.
Das Volk wollte aber nicht auf diesen Brauch verzichten und führte diese Kultur einfach heimlich fort. Dafür wurden die Eier nicht mehr einfach nur überreicht, sondern kurzerhand versteckt!
Diese Tradition kennen wir bis heute und dazu erinnere ich mich gerne an meine Kindheit
Bei uns zu Hause wurde das Osterfest vor allem mit uns Kindern zelebriert.
Am Karfreitag war das grosse Eier malen und Färben angesagt. Mutter war für das kochen der Eier zuständig und unser Vater für das Künstlerische. Die Eier sollten farbenfroh und bunt werden, das wurde mit div. Hölzern, (Gelb-, Rot- und Blauholz), Zwiebelschalen oder einfach mit gekauften Farbtabletten gemacht. Wir Kinder durften mit Faserstiften, Ölkreide oder mit Schere, Leim und diversen Bildchen, die wir ausschnitten, die Eier verzieren.
Am Samstag war am Nachmittag ein Waldspaziergang angesagt wo wir Kinder die ersten Frühjahrsblumen z. B. Schlüsselblumen, Veilchen etc. sammelten. Voll freudiger Erwartung schauten wir uns immer wieder um, ob wir nicht ein wildes Kaninchen oder sogar den Osterhasen persönlich entdecken konnten.
Nach dem Spaziergang bekamen meine Geschwister und ich, von der Mutter, je ein Körbchen ausgehändigt, dass wir dann mit unseren gesammelten Blumen, Bänder und anderen Basteleien schmückten.
Nach dem Frühstück am Sonntag morgen ging es dann für uns Kinder los!
Jetzt durften wir in der ganzen Wohnung „unser“ Körbchen suchen.
Da wurde Im Kleiderkasten, Waschmaschine, Schuh-kasten, unterm Bett, im Wäschekorb und weiss ich noch wo überall, nachgesehen. Fanden wir bei dieser Suche aber nicht „unser“ Körbchen, so wurde darüber geschwiegen und den Geschwistern nichts verraten.
An so einem Ostersonntag kam es aber fast zu einem Familiendrama!
Meine älteste Schwester fand und fand nämlich ihr Nestchen nicht. Ihr Körbchen war einfach für sie unauffindbar.
Wir anderen steckten uns wären dessen schon die ersten Zucker- oder Schoko-Eier in den Mund.
In der Nacht hatte nämlich der „Osterhase“ unsere Nestchen mit vielen Süssigkeiten gefüllt.
Aber....
Das Gesicht meiner Schwester wurde aber derweil immer länger und die ersten Tränen kullerten auch schon über ihre Wangen. Dabei schluchzte sie: „Hat mich denn der Osterhase einfach vergessen?“
Damit der Hausfrieden und der Oster-Sonntag nicht im Tränenstrom meiner Schwester davon flossen, beschlossen wir kurzerhand eine Familien-Such-Aktion zu starten und unser Vater „fand“ dann endlich das Vermisste Oster Nestchen.
Das Geheimnis wurde gelüftet, denn das Körbchen befand sich unter einer alten Schreibmaschinen- Haube.
Unser Osterhase (Vater) hatte es für dieses Jahr einfach zu schwierig gemacht!
Diese Tradition haben ich und meine Geschwister dann später mit unseren eigenen Familien weiter- geführt.
Vielleicht habt auch ihr mal Lust mit euren Kindern/Partnern dieses Versteck-Oster-Spiel zu spielen!
Haltet diese alten Traditionen am Leben, auch für kommende Generationen, das ist ganz im Sinne von Göttin Ostara und Mutter Natur, Gaia!
Bis bald und bleibt gesund!
eure Kizumo