Heute startete der Tag komplett normal – so wie ein Tag starten sollte.
Es gab heute keine Ereignisse – oder?
Ja gut, bei meinem Glück kann man davon ausgehen, dass ein solcher Tag nicht lange anhält.
Als ich, fast noch im Halbschlaf, meinen Allerwertesten in meine Karre geschoben und gemütlich auf den Sitz abgelegt habe, konnte ich den Motor starten – Heute durchaus alles ohne Probleme.
Ich bin ja schon leicht angewidert, von dem Fahrkunst-Portfolio der anderen Verkehrsteilnehmer.
Mittlerweile musst du ja mit allem rechnen.
Steigt er jetzt aus? – Will er schieben? – Hat er das Verkehrsschild nicht gesehen? – Ist er Blind? – Ist er Blöd? – Woher hat er seinen Führerschein geklaut?
Das sind die typischen Fragen, die man sich als leidtragender Raser über die präventiven Bremsaktivisten, stellen muss.
Die Ampel - einen halben Kilometer entfernt und leuchtet rot – Mit einem geschulten Blick, durch die milchglasähnlich versiffte Brille, hat der brave Bremsaktivist die Situation komplett richtig eingeschätzt und geht erstmal komplett in die Eisen.
Der restliche Weg wird mit kurzem anfahren und runterbremsen gemeistert.
Bei den präventiven Bremsern kommt die Umwelt leider zu kurz.
Da wird auch gerne bei freie Straße mehrmals neu angefahren, damit die Geschwindigkeit nicht zu schnell ansteigen kann.
Aber ich bin Stark und lasse mich davon nicht von den Straßen drängen.
Durch aggressives hin und her schwenken des Autos in meiner Fahrspur wird von mir symbolisiert, dass der Verkehrsteilnehmer nochmal die Geschwindigkeit auf dem Schild und dem Tacho abgleichen und ggf. die Fehler beheben soll.
Sollte er diese Warnung ignorieren und auf meine Aufforderungen nicht eingehen, müssen zu drastischen Mitteln zurückgegriffen werden.
In allen Fällen zeige ich den Bremsaktivisten gerne mein schönen, nur zu hälfte existierenden Citroen Stern.
Davon bekommt der ein oder andere auch schon mal Alpträume.