Deine Hände sind ein Symbol der Liebe, der Arbeit und des Lebens.
Du siehst mich an und weißt schon lange nicht mehr, wer ich bin.
Jeden Tag kämpfe ich erneut um deine Aufmerksamkeit und weiß nie, ob dein Kopf im Stande ist, sie mir zu schenken.
Ich kämpfe.
Kämpfe um deine Aufmerksamkeit, dein Gedächtnis, deine Liebe.
Noch ein einziges Mal möchte ich wie früher mit dir reden können.
Ich möchte dir Dinge aus meinem Leben erzählen und wissen, dass du sie auch morgen noch weißt.
Wieder möchte ich dein Wohnzimmer betreten und gefragt werden, wie der neue Job denn nun ist.
Doch wenn ich komme, weißt du glaube ich nicht immer, wer ich bin.
Ich nehme Abschied von dir und das seit 4 Jahren..auf Raten.
Immer mehr von dir verblasst und bald wird nichts mehr da sein.
Du fehlst mir.
Komisch, denn du sitzt ja vor mir.
Du bist physisch da, aber für mich lange nicht mehr greifbar.
Die Momente, in denen ich das Gefühl habe, du kommst zu uns zurück, werden rar.
Und wenn sie kommen, treiben Sie mir Tränen in die Augen und Sorgen für eine unendliche Welle des Glückes.
Du hast mich großgezogen, für mich gekocht, warst immer da.
Nun ist es an der Zeit für dich da zu sein, auch wenn es schwer fällt.
Dich so zu sehen, schmerzt und lehrt mich gleichzeitig so vieles.
Ich wünschte du wärst niemals an der Demenz erkrankt, Oma!
Du fehlst mir, obwohl du da bist.
(Diesen kleinen Text schrieb ich nach dem letzten Besuch bei meiner liebsten Oma)