Schon öfter habe ich jetzt von meiner Zeit bei der Staatsanwaltschaft im Rahmen meines Referendariats berichtet. Dieser Abschnitt endet heute. Ich habe nur noch ein Abschlussgespräch mit meiner Staatsanwältin.
Es war ziemlich interessant und ich habe auch viel gelernt. Unter anderem, dass es sich oft nicht lohnt, das Gesetz zu brechen (zumindest sollte man sich dabei nicht erwischen lassen ^^). Aber auch, dass viele Taten schlimmer angeklagt werden, als sie sich später herausstellten.
Bei den Verhandlungen, bei denen ich dabei sein durfte, hatte ich am Ende immer das Gefühl, dass die Entscheidung des Gerichts gerecht und nachvollziehbar ausgefallen ist. Auch, wenn natürlich nie alles richtig läuft, kann man mit unserer Justiz doch zufrieden sein. :)
Ein Problem ist jedoch die starke Überlastung. Um ehrlich zu sein, schreckt diese mich doch etwas ab, zum Staat zu gehen... Ich hatte eigentlich nicht vor, 55 Stunden in der Woche zu arbeiten. Von einer anderen Staatsanwältin weiß ich, dass sie zeitweise nur knapp über 40 Stunden gearbeitet hat. Allerdings bei einer Halbtagsstelle!
Um wenige Wochenarbeitsstunden zu haben, habe ich mir aber leider das falsche Studium ausgesucht, fürchte ich 😅
Ab nächster Woche bin ich dann bei der Verwaltung. Was genau ich da machen darf, weiß ich aber noch nicht. Das einzige, was ich weiß: ich bin der Stadt zugeteilt. Auch darauf bin ich schon gespannt :)
Ich werde euch natürlich auf dem Laufenden halten. Wenn ihr Fragen zur Staatsanwaltschaft oder zum Referendariat habt, könnt ihr diese gerne stellen! Demnächst werde ich endlich auch meinen allgemeinem Beitrag zum Referendariat schreiben, den ich bereits angekündigt habe.
Habt ein schönes Wochenende! :)