In den letzten Artikeln habe ich gezeigt, was hinter Bitcoin steckt und dass es ein absolut freier Markt und Kapitalismus in seiner reinsten Form ist. Teilweise ist die Krypto-Szene sogar anarchistisch ausgerichtet.
Solch Freiheit kann etwas Wunderbares sein, es kann aber auch zum Überlebenskampf werden.
Für so ein Scenario muss man vorbereitet sein, es ist ein System für Eliten. Bereits jetzt ist das Geld schon ungleicher verteilt als im Fiat-System.
Egal wie groß die größten Fische im Teich sind, es gilt immer: groß frisst klein.
Selbst wenn ihr versucht wie ich den Markt zu timen, was bringt es euch einen potentiellen Umkehrpunkt zu erwischen, wenn ihr nicht auf die Server zum Rebuy kommt? Erst als die großen ihre Shoppingtour beendet hatten, konnte der Pöbel wieder auf die Server und den bereits um 30% gestiegenen Bitcoin kaufen.
So werden immer und immer wieder kleine Investoren mediengetrieben zum Verkauf gedrängt und dann wenn Panik und Angst maximale Auswirkungen auf den Kurs hatten kauft jemand großes ein. Der Wal öffnet sein Maul und Millionen von Kleinst-Organismen verschwinden im Schlund des Kapitalismus.
Fazit #1 auch wenn viele schon wie berauscht von Kryptowährungen vor ihrer Community schwärmen, das wird kein Woodstock 1996, kein Summer of Love. Das wird für die meisten härter als der jetzige regulierte Kapitalismus. Und keine Stelle, kein höchstes Gericht wird sich euer Klagen anhören.
Ich habe mathematisch gezeigt, dass Investments für die meisten wenig Sinn machen. Mit absolut unrealistischer Dauer-Performance von 30%, schafft man die erste Million in 9 Jahren. WENN man mit 128.000€ startet. <-- Das ist der Haken.
Nochmal: ich glaub die meisten verstehen es nur schwer, du musst konsistent trotz Abstürzen, trotz Crashes 9 Jahre lang DURSCHNITTLICH 30% Rendite pro Jahr erzielen.
Es ist also absolut unmöglich
Das klingt niederschmetternd.
Eigentlich nicht, du hast alles was es braucht. Einen freien Willen mit dem du Entscheidungen treffen kannst und einen Verstand mit dem du Lösungen finden kannst und diese Entscheidungen und Lösungen hinterfragen kannst.
Fangen wir an deine Zukunft zu modulieren.
Wenn wir das oben genannte SOLL von einer Million, durch unsere niedrige Performance und unseren niedrigen Startbetrag nicht erreichen, dann gibt es zwei Möglichkeiten
- Wir gehen einfach einen anderen Weg
- Das kann ein komplett anderer oder ein nur teilweise abweichender Weg sein.
- Wir optimieren die Startbedingungen
- Durch höheren Startbetrag --> Beschaffung (Kredit, Fremdkapital/Fond-Investing)
- Durch höheren Return on Investment
Kleine Veränderungen in den Startbedingungen können große Auswirkungen auf die Endbedingungen haben.
Daher wollen wir die Startbedingungen optimieren, damit wir das SOLL doch noch erreichen können.
Das geht aber nur, wenn das SOLL bekannt ist.
Das SOLL ist das Ziel.
Wir versuchen also die Startbedingungen dahingehend zu modulieren, als dass wir die Abweichungen vom mathematisch idealen Weg so klein wie möglich halten, um unser Ziel so geradlinig (ideal) wie möglich zu erreichen.
Halten wir es einfach und nehmen die „eine Million in unter 10 Jahren“.
Dann benötigen wir 130.000€ besser 250.000€
Nehmen wir doch einfach mal die Mitte = 190k
Nehmen wir an, du bist in der Lage monatlich etwas vom Lohn zu sparen: 500€
Steemit oder etwas Ähnliches bringt dir nach einem halben Jahr 20€/Post
Du postest täglich und hast 180 Posts = 3600€ --> 600€/Monat
1100€/Monat --> 172 Monate -->14 Jahre
… es braucht mit diesen gesparten 1100€/Monat 14 Jahre!
Spart man jedoch mit System an, dann können dies etwas weniger sein.
Aber das ist trotzdem alles zulange, wir brauchen für die Vervielfachung ja auch noch einige Jahre. Sagen wir im Schnitt bringt euch ein Post 200€ und dies nach durchschnittlich einem halben Jahr.
--> 6000€ +500€ = 6500€/Monat --> 29 Monate= 2,43 Jahre
+ mindestens 6-9 Jahre bis zur ersten Million … bei unwahrscheinlichster Topperformance 😊…außerdem rechnen wir VOR den Abzügen durch Steemit und Co und vor allem VOR Steuern 😉
Hast du schon einmal konsistent 6500€/Monat bei Seite legen können? Gut ich auch nicht…
Es braucht also viel mehr passive Einkommenskanäle
Aber nur maximal so viele, dass die Qualität nicht leidet.
*Lösungs-Vorschlag eins: schließt euch mit anderen Menschen zusammen.
Hier darf man nicht in das Denken verfallen, dass man doch dann die Socialmedia/ Blogg-Einnahmen teilen muss. „Geld ist nicht die limitierende Ressource, sondern Zeit!“ -Waren Buffet
Hinterher könnt ihr euch gerne einen Kopf darum machen, dann wenn es darum geht sich die Millionen zu teilen.
Einkommenskanäle:
Google doch mal „passive Income“ du wirst Seitenweise Blogg-Artikel finden mit dem Titel „the xx best passive Income Sources“
Jeder dieser Tipps ist an sich ein Affiliate-Text der darauf abzielt, dass der Blogg-Besitzer Einkommen generiert.
Also nicht auf das hören, was die Leute an konkreten Produkten empfehlen, sondern auf das achten was sie machen.
Da die schlechten Startbedingungen so etwas wie
private Equity
P2P-Lending
Real Estate
Dividend Investing und viele andere Dinge ausschließen, bleibt nicht viel.
Was bleibt, sind Content-Creator-Plattformen
Mit viel Arbeitsaufwand erstellter und gemanagter Inhalt kann hier tatsächlich etwas Einkommen abwerfen.
Das sind Dinge wie ein eigener Blogg und andere Social-Media Auftritte auf denen man Werbung schaltet, Affiliate-Verträge, Produkt-Verträge.
Andere Möglichkeit: eigene Produkte, eigene Marke
Hier sind die Möglichkeiten vielfältig
Sie gehen von E-Books, über Musik, Infoprodukte, Kurse, usw.
Es kommt leider nicht darauf an was man macht und ob man es mit Hingabe macht, sondern wie man es marketingtechnisch macht.
*ich weiß, dass es hier spezielle Marketingstrategien und Growth-hacking Ansätze gibt. Das würde jedoch den Rahmen sprengen. Hat einer der Leser hier vielleicht eigene Artikel oder Erfahrungen dazu, dann würden die anderen und ich ebenso, sicher gerne davon erfahren!
Zwei Bloggs bringen dich deinem Ziel definitiv näher als einer. Dennoch wage ich es zu bezweifeln, dass dies der optimale Weg ist.
Dennoch wurde der Optimierungsbedarf in diesem Bereich hoffentlich klar.
höherer ROI
Ist ein höherer ROI überhaupt möglich?
Ja schon, im Kryptobereich haben wir für viele ICOs deutlich höhere ROIs mit denen man unter viel höherem Risiko eine höhere Rendite erzielen kann.
Schauen wir uns die Return-on-Investment-Werte (ROIs) zu den vergangenen ICOs mal an:
*ein ROI ist die Rentabilität eurer Anlage, also der Gewinn den ihr raubekommen würdet, wenn ihr diese verkaufen würdet. Der Gewinn wird im Verhältnis zum eingesetzten Kapital berechnet.
„Der Begriff Return on Investment (kurz RoI, auch Kapitalrentabilität, Kapitalrendite, Kapitalverzinsung, Anlagenrentabilität, Anlagenrendite, Anlagenverzinsung[1]) ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl zur Messung der Rendite einer unternehmerischen Tätigkeit, gemessen am Gewinn im Verhältnis zum eingesetzten Kapital. Der ROI beschreibt als Oberbegriff für Renditekennzahlen sowohl die Eigenkapitalrendite (Return on Equity, kurz ROE) als auch die Gesamtkapitalrendite (Return on Assets, kurz ROA).“ - Wikipedia
Auf dieser Seite werden ROIs aufgelistet
www.Icostats.com
*hier möchte ich gleich einwenden: Gewinne hat man NUR dann gemacht, wenn man eine Position verkauft hat. Wenn der Wert eines Tokens steigt ist das KEIN Gewinn! Man muss diesen erst realisieren. Das wäre in unserem Falle, wenn wir das Ganze in EURO umwandeln. Rechtlich gesehen ist auch schon das Coinflipping also das Tauschen von einer in die andere Kryptowährung die Realisierung von Gewinn und ist somit zunächst einmal Einkommenssteuerrelevant.
Durchschnittlichen ROI errechnen
Ich habe vor ein paar Wochen mal eine Excel mit den ROIs erstellt, um eine durchschnittliche ROI zu berechnen. Denn es ist unwahrscheinlich zufällig die Top-Performer der zukünftigen ROIs zu erwischen. Genau genommen beträgt die Chance hier 1:61 was der Aussicht auf einem Dreier im Lotto entspricht. Nicht unmöglich aber unwahrscheinlich. (Da die zugrundeliegenden Daten nicht für den gesamten Kryptomarkt repräsentativ sind, sind die Chancen in echt noch schlechter)
Es sind DURSCHNITTswerte! Diese sollten somit auch als solche angesehen werden. Nach 6,7 Monaten hat man ein durchschnittlichen ROI von 3035%. Hier habe ich nur neuere ICOs (maximal 2Jahre) in die Statistik genommen, damit ETHereum und andere „Urgesteine“ dieses nicht unnötig verzerren.
Das bedeutet für einen Einsatz von:
Ich wäre dafür, das ganze etwas konservativer zu berechnen und die Extrema bei den Gewinnern, wie bei den Verlierern rauszunehmen. Sagen wir jeweils die ersten und letzten drei:
Nun kommen wir auf einen zwar deutlich niedrigeren aber möglicherweise realistischeren Wert.
Bedeutet für unseren Einsatz:
Damit ließe sich leben…nur muss der Einsatz auch da sein. Man muss an keinem ICO teil nehmen man kann auch warten bis die Werte niedrig auf Börsen gehandelt werden, das eliminiert einige Risiken. Mindert aber vermutlich Aussichten auf einen maximal hohen Gewinn. Risikoreich bleibt es dennoch in jedem Moment.
Und man sollte nicht unterschätzen, dass die Statistik welcher ich die Daten entnommen habe, auch NUR hochkapitalisierte ICOs listet. Vermutlich ist der zu erwartende ROI noch etwas geringer.
Disclaimer: Das sind keine Handlungsempfehlung sondern nur meine Gedankengänge die ich hier dokumentieren. Mir ist es sogar recht egal ob viele Verlust machen werden, so ist wie eingangs erwähnt das System.
END-Fazit: die Startbedingungen lassen sich grundlegend verändern, wodurch man rein von der arithmetischen Berechnung her dem Ziel näher käme, da wir jedoch in einem Universum der Wahrscheinlichkeiten leben, wird sich dadurch auch das Risiko verändern und möglicherweise sogar stark erhöhen. Daher sollte man Risiko-Management in die Gesamtstrategie implementieren
also nochmal: das bedeutet, dass es Möglichkeiten GAB (=historischer ROI) die darauf hindeuten, dass es Möglichkeiten geben KANN das praktisch unmögliche doch Möglich zu machen. Eine Verzehnfachung (oder im Extrembeispiel von Next eine Versechhundertfachung x600! ) führt zu einer Verringerung des nötigen Startkapitals oder der benötigten Zeit .
Es ist unwahrscheinlich ein ICO wie Next zu erwischen (Dreier im Lotto), es ist aber denkbar und statistisch gesehen machbar ein durschnitttliches ROI zu erzielen.
Ich bin kein Gegner von positivem Denken und Selbstmotivation, jedoch gibt es Gesetzmäßigkeiten die man mit noch so positiver Einstellung gegenüber der Zukunft nicht überwinden kann. Eine Kombination aus trockener Rationalität und psychologischer Perzeptionsoptimierung sind sicher besser als nur das eine oder das andere.