Umweltbewusst Reisen N°1
Seit wir vor rund zwei Monaten 'fulltime' in einen ausgebauten Feuerwehr Van gezogen sind, genießen wir die Natur und unsere Umwelt viel bewusster. Wir meiden die gut besuchten Touristenplätze und suchen uns stets ein abseits gelegenes Örtchen in der Natur. Nicht weil wir Menschen nicht mögen, sondern weil uns die Hektik und die 'schwarzen Energien' gewisser Stadtbewohner runter ziehen und ganz wirr im Kopf machen.
The faster we live, the less emotion is left in den world. The slower we live, the deeper we feel the world around us. Stanko Abadzik
Versteht uns nicht falsch, wir lieben intensive Gespräche und anregende Unterhaltungen mit Mitmenschen oder auch mal fein Essen zu gehen.
Aber in Maßen.
Die Natur und ihre Geräuschen ziehen uns immer wieder in ihren Bann und lassen uns die abgelegen Orte dieser Welt aufsuchen und entdecken.
Deshalb stehen wir gerne frei in der Natur und genießen diese einzigartigen, ruhigen Plätze.
Leider werden wir auch an jenen abgelegenen Orten immer wieder von der traurigen Realität eingeholt. Ob wir hoch oben auf einem Berg stehen, zwischen grünen Äcker und Wiesen, am Meer direkt an steiler Küste oder in einem weitläufigen Waldgebiet, überall finden wir eine unschöne Gemeinsamkeit:
Müll in kleinen und riesigen Mengen!
Plastikflaschen, Verpackungen, Glas und Alu, ja sogar entsorgte Waschmaschinen oder Trockner haben wir bereits auf unserem Weg entdeckt. Zum Teil sind ganze Küstengebiete mit Abfall übersät und widerspiegeln die Gewissenlosigkeit, wie wir Menschen mit unserer Umwelt umgehen. Täglich wird es mehr und die Belastung stetig größer.
Wir achten bereits jetzt auf ein möglichst abfall- und plastikarmes Leben und bemühen uns dies tagtäglich umzusetzen. Deshalb haben wir es uns zum Ziel gemacht, jeden Stellplatz sauberer zu hinterlassen, als wir ihn vorgefunden haben.
Es liegt uns am Herzen mit guten Beispiel voranzugehen und die Natur zu entlasten.
Wir sind uns bewusst, dass wir mit diesen Sammelaktionen nicht wirklich viel, in Bezug auf das ganze Ausmaß, ausrichten können. Allerdings ist es uns wichtig das Bewusstsein der Menschen, welche uns begleiten oder uns beim Einsammeln beobachten, zu erreichen und im besten Fall zu sensibilisieren.
Be the change you want to see in the world. Ghandi
Denn nur gemeinsam können wir eine Veränderung herbeirufen und die Mitmenschen dazu motivieren, bereits im Alltag bewusster zu konsumieren. Wir sind der Meinung, dass beim Einkauf bereits die Problematik beginnt. Der größte Teil der Menschheit macht sich keine Gedanken vor, während oder nach dem Konsumieren. Es interessiert sie nicht, wie und unter welchen Umständen ein Produkt produziert wird, ob es in irgendeiner Form recycelt, wiederverwertet oder bedenkenlos abgebaut werden kann. Das Geld und der Wahn alles haben zu müssen, unterbindet den gesunden Menschenverstand und lässt zu, dass wir gedankenlos immer mehr konsumieren.
Wenn sich wenigstens die Hälfte aller Menschen einem bewussten Einkauf widmen würden oder erneut beginnen viele Dinge selbst herzustellen, könnte man viele Probleme unserer heutigen Zeit umgehen.
Doch dazu schreiben wir ein anderes Mal ;)
Text: Sarah