Wie immer bei dieser Art der Verteilaktion müsst ihr eine Frage beantworten und erhaltet einen vollen Upvote mit mehr als 4444 Steem Power von mir!
In diesem Fall lautet die Frage: Welche Formatierung gefällt euch für Steemit besser? (Ja, ihr solltet die Geschichte auch lesen. Dafür ist sie aber lustig.)
Zuerst die „weite“ Formatierung und danach noch einmal die herkömmliche, wie in Büchern (mit kleinem Bild als "Seitenumblättern"). Der Hauptunterschied ist, dass z.B. bei Dialogen eine Leerzeile nach Sprecherwechsel ist oder Absätze mit Leerzeile statt nur Enter getrennt werden.
Bitte stellt euch vor, ihr hättet einen noch deutlich längeren Text vor euch. Und falls ihr euch für die Antwort auf diese Frage auch interessiert, resteemed diesen Beitrag bitte, damit ihn möglichst viele sehen und beantworten, damit die Antworten repräsentativer werden.
Weit
“Schneller, schneller, ihr lahmen Gnome!”, rief der Aufseher der 68. Produktionshölle für telekommunikative Sündenerleichterungen.
Seit die ersten Manager der neoliberalen Generation von oben gekommen waren, war die Hölle nicht mehr der schöne Arbeitsplatz, der sie einmal gewesen war, dachte sich Anton, Gnom Klasse 3.
Verschlankung der Verwaltung, Flexibilisierung der Arbeitszeiten von sechundsechzig auf achtundachtzig Wochenstunden, Abbau von Entlassungshindernissen (eine einzige gute Tat konnte den Rauswurf bedeuten) und und und…
Katzbuckelnd reichte er dem peitschenschwingenden Aufseher die Anweisung.
“Waaaaaaaasssss???”, keifte der, als hätte Anton ihm vorgeschlagen, statt den schwarzen Messen Gottesdienste mit weißen Gewändern abzuhalten.
“Noch mehr schwarze Telefonnummern mit einer 88 darin? Was denken die sich im Management denn?”
“Kundennähe. Das ist wegen den ganzen Rechten, die jetzt aus ihren Löchern kommen.”
“Pah, Rechte! Lassen ihre Mitmenschen im Ausland verhungern und zerbomben und machen die Grenzen dicht, damit niemand entkommen kann. Aber selbst mit anpacken, dazu sind sie zu faul!”
“Daran ist nur das Fernsehen Schuld”, meinte Anton bedauernd. “Keine richtigen Rollenvorbilder mehr. Nur noch Weicheier, die es für böse halten, ein paar AKW Gegner mit Steinen zu beschmeißen.
Auf jeden Fall sollt ihr die Herstellung der bösen Telefonnummern um dreißig Prozent steigern.”
Falls jemand nicht wissen sollte, was es mit den bösen Telefonnummern auf sich hat: Das ist ein Service, den die Hölle seit einigen Jahren über diverse Firmen ausgewählten Kunden anbietet. Diese erhalten deutliche Rabatte auf den Preis, müssen aber dafür bei jeder bösen Tat, über die sie am Telefon sprechen, einen winzigen Teil ihrer Seele abliefern.
Das war viel einfacher als eine ganze Seele zu bekommen, bei viel weniger Gegenleistung. Die Herstellung war allerdings nicht einfach und die Handwerker rund um die Uhr beschäftigt. Doch Kleinvieh machte auch Mist, und die zusätzlichen Seeleneinkommen aus den eingestreuten kleinen Störungen waren ein netter Bonus.
Wenn sich nur das Management nicht alles davon einverleiben würde, so dass für den kleinen Gnom fast nichts mehr übrig blieb!
Eilig machte Anton sich auf den Weg zurück an seinen Schreibtisch, während hinter ihm der Aufseher die nach oben korrigierten Produktionszahlen auf die neue elektronische Anzeige schrieb und dann verärgert Segen ausstieß, als die Kreide wieder nicht hielt.
Anton hatte sich die letzten Umfrageergebnisse angesehen und war sich sicher, dass er nach den nächsten Wahlen noch einmal mit einem ähnlichen Zettel hierher kommen würde.
Die “einfachen” Menschen! Sie waren inzwischen das Einzige, was seine Arbeit noch leicht machte.
Herkömmliche Formatierung
“Schneller, schneller, ihr lahmen Gnome!”, rief der Aufseher der 68. Produktionshölle für telekommunikative Sündenerleichterungen.
Seit die ersten Manager der neoliberalen Generation von oben gekommen waren, war die Hölle nicht mehr der schöne Arbeitsplatz, der sie einmal gewesen war, dachte sich Anton, Gnom Klasse 3.
Verschlankung der Verwaltung, Flexibilisierung der Arbeitszeiten von sechundsechzig auf achtundachtzig Wochenstunden, Abbau von Entlassungshindernissen (eine einzige gute Tat konnte den Rauswurf bedeuten) und und und…
Katzbuckelnd reichte er dem peitschenschwingenden Aufseher die Anweisung.
“Waaaaaaaasssss???”, keifte der, als hätte Anton ihm vorgeschlagen, statt den schwarzen Messen Gottesdienste mit weißen Gewändern abzuhalten.
“Noch mehr schwarze Telefonnummern mit einer 88 darin? Was denken die sich im Management denn?”
“Kundennähe. Das ist wegen den ganzen Rechten, die jetzt aus ihren Löchern kommen.”
“Pah, Rechte! Lassen ihre Mitmenschen im Ausland verhungern und zerbomben und machen die Grenzen dicht, damit niemand entkommen kann. Aber selbst mit anpacken, dazu sind sie zu faul!”
“Daran ist nur das Fernsehen Schuld”, meinte Anton bedauernd. “Keine richtigen Rollenvorbilder mehr. Nur noch Weicheier, die es für böse halten, ein paar AKW Gegner mit Steinen zu beschmeißen.
Auf jeden Fall sollt ihr die Herstellung der bösen Telefonnummern um dreißig Prozent steigern.”
Falls jemand nicht wissen sollte, was es mit den bösen Telefonnummern auf sich hat: Das ist ein Service, den die Hölle seit einigen Jahren über diverse Firmen ausgewählten Kunden anbietet. Diese erhalten deutliche Rabatte auf den Preis, müssen aber dafür bei jeder bösen Tat, über die sie am Telefon sprechen, einen winzigen Teil ihrer Seele abliefern.
Das war viel einfacher als eine ganze Seele zu bekommen, bei viel weniger Gegenleistung. Die Herstellung war allerdings nicht einfach und die Handwerker rund um die Uhr beschäftigt. Doch Kleinvieh machte auch Mist, und die zusätzlichen Seeleneinkommen aus den eingestreuten kleinen Störungen waren ein netter Bonus.
Wenn sich nur das Management nicht alles davon einverleiben würde, so dass für den kleinen Gnom fast nichts mehr übrig blieb!
Eilig machte Anton sich auf den Weg zurück an seinen Schreibtisch, während hinter ihm der Aufseher die nach oben korrigierten Produktionszahlen auf die neue elektronische Anzeige schrieb und dann verärgert Segen ausstieß, als die Kreide wieder nicht hielt.
Anton hatte sich die letzten Umfrageergebnisse angesehen und war sich sicher, dass er nach den nächsten Wahlen noch einmal mit einem ähnlichen Zettel hierher kommen würde.
Die “einfachen” Menschen! Sie waren inzwischen das Einzige, was seine Arbeit noch leicht machte.