Die Berliner Mauer ist nun länger weg als sie stand. Erst hatte niemand die Absicht eine Mauer zu bauen, dann sollte sie 100 weitere Jahre stehen und hielt kein Jahr mehr.
Doch diese Berliner Mauer war nur ein paar Kilometer Beton und Stacheldraht. Eine solche Mauer einzureißen ist einfach. Viel schwerer ist es, die Mauern in den Köpfen einzureißen, die Grundlage für die betongewordene realsozialistische Mauer waren.
Wir haben genug Mauern in den Köpfen, da brauchen wir keine neuen. Das gilt gleichermaßen für "antifaschistische" wie auch antiasylantische Schutzwälle.
Mauern sind keine Alternativen.
Sie ändern nichts, sie gießen die Wirklichkeit nur in Beton, bis die Wirklichkeit sie niederreißt. Mauern machen nur ärmer, uns alle.
Es ist Zeit, sich zwei Lieder eines Berliner Kindes wieder einmal anzuhören.