Der fortdauernde und wirklich mittlerweile unfassbare kollektive Verblödungs-. Selbstzerstörungs- und Hysterietrip, auf dem wir uns befinden, hat mehr Vorteile für den offenen Menschen als Nachteile. "Corona" ist ja nur ein weiteres Symptom.
Zwar nur ein Symptom, aber eines, das es jedem ermöglicht, ja nahezu aufdrängt, einen Blick hinter die Kulissen des eigenen Theaterstücks zu werfen, dessen Regisseur und Darsteller er gleichzeitig ist.
Zum einen gewinnt man erhebliche Aufschlüsse über die einen unmittelbar umgebenden Charakterpanzer, was eine Neuordnung der Beziehungen erleichtert. Zum anderen erlebt man am eigenen Leib, wie es so ist, wenn die Herde erstmal unterwegs ist. Das gewährt tiefere Einsichten in Funktionsweisen von Einzelnen und Massen als dies pseudowissenschaftliche Erklärungs- und Erziehungsbullshitdisziplinen gewähren können.
Ironie des Ganzen ist, wie vermutlich immer, dass diejenigen, die am überzeugtesten die reine Lehre des Guten und Unumstößlichen verfechten, nicht nur die größten Dummköpfe sind, sondern auch die lustigsten Selbstbetrüger.
Letztlich ist die Situation damit ein Exit-Katalysator und Hilfe zur Verabschiedung eigener Wahnvorstellungen, was den Weg freimacht für Neues sowie den Blick freischaufelt für das, worum es letztlich geht im Leben:
Um Demokratie, Klimarettung, Rechtsstaat und effektiven Infektionsschutz.