Leroys Alfa ist endlich am Start, der Ersatzmotor ist drin mit paar PS mehr. Das Ding läuft wieder wie am ersten Tag, eine reine Freude. Meine Laune ist deutlich gestiegen.
Könnt ihr meinetwegen für infantil halten, hat aber einen handfesten Hintergrund.
Während der letzten Wochen hatte Leroy zunächst gar kein Auto und musste alles öffentlich machen bzw. konnte bestimmte Sachen gar nicht mehr machen, z.B in Brandenburg an entlegene Orte fahren, um sie wandernd zu erkunden.
Der öffentliche Nahverkehr ist eine Zumutung für einen halbwegs normalen Menschen. Ich ertrage den Schmutz und den ungezogenen Pöbel einfach nicht mehr. Als ich die Schnauze dann absolut voll hatte und Mario mies gelaunt darauf aufmerksam machte, dass er - entgegen seiner Vermutung - bei weitem nicht die einzige Werkstatt in der Gegend hat, wurde ich wenigstens mit einem Elektro-Smart versehen.
Die Freude währte nur kurz.
Noch tiefer kann man nicht sinken. Autoscooter mit ständiger Panik, liegen zu bleiben. Als es dann richtig kalt wurde, habe ich die Dreckskarre gleich stehen lassen. Mehr als 50 km waren da nicht drin, wenn man es schön warm haben wollte. Wer das als Zukunftstechnologie bezeichnet, hat objektiv nicht alle Latten am Zaun.
Dem Ungemach ist nun ein Ende gesetzt. Der Alfa röhrt wieder und Leroy kann wieder wandern gehen und dem Frühling entgegenlaufen.
Das lange und ab Kilometer 15 schmerzhaft werdende Gehen gleicht einer Meditation, wofür die flachen, sandigen und sehr weiten Landschaften Brandenburgs, ohne die ich mir ein Leben kaum noch vorstellen kann, wesentlich besser geeignet sind als oberflächlich pittoreske Ecken. Die Beruhigung, die von der Weite der Landschaft ausgeht, ist ein Traum. Im Winter frierst Du Dir die Eier ab, im Sommer sengt die Sonne einem das Hirn weg. Eine schönere Landschaft als endlose Felder, riesige Kiefernwälder, sandige Dünenlandschaften, hügelige Eichenwälder und vor allem die unzähligen Seen gibt es nicht.
Das macht den Kopf frei und sorgt dafür, dass man nur bei sich ist und nicht an sinnlosen Nebengeräuschen wie Nachrichten oder politischen Diskussionen mit Dummköpfen aufreibt.
Wichtig ist, dass das sog. Genusswandern ausgedehnt wird auf Distanzen, die einen herausfordern, so dass sich Schmerzen einstellen, ohne dass man anfängt aus der Puste zu kommen. Auf diesen letzten Kilometern, die durch die Landschaft verstärkt oft endlos sich hinziehen, verdichtet sich vieles und löst sich gleichzeitig auf.
Am schönsten ist es bei Regen durch die dampfenden Wälder zu laufen, auch wenn es die höchste Überwindung kostet, aus dem Haus zu gehen, wo man gemütlich mit einer Tasse Tee sitzt. Wer sich nach der Überwindung klatschnass die schmerzenden Glieder streckt und nach einer heißen Dusche dann ein kühles Kabinettchen öffnet, der ist mit sich und er Welt mehr als versöhnt.
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