Die Faustregel ist auch hier ganz einfach:
Wenn das Abendessen pro Person nicht teurer war als das Hotel pro Person, dann wohnst Du entweder in einer Absteige oder hast nur Müll gefressen.
In Brandenburg ist das schwierig umzusetzen, weil es da nur Müll zu fressen gibt. Das liegt allerdings nicht an den Wirten, sondern an den Kunden. Die können Fraß nicht von Essen unterscheiden. Hauptsache billig. Aussichtslos, das wird nix mehr.
In Frankreich hingegen, also im WESTEN, da wo Leroy im Moment sich erstmalig seit 30 Jahren durchfahrts- und urlaubsmäßig aufhält, geht das ruck-zuck.
Als ich die Autobahngebühren sah, dachte ich mir: Ihr könnt mich mal, lieber fahre ich drei Tage schön durch die Pampa, penne zwei-drei Mal, bleibe, wo es mir gefällt und lasse die Kohle beim Hotelier und Gastronomen. Anders ausgedrückt: Lieber versaufe und verfresse ich die 120 Euro pro Strecke.
Gut, reichte dann halt nur für einen Tag, aber immerhin. Kinder, das ist teuer hier, aber scheiß drauf, es ist auch wirklich deutlich besser als bei uns.
Das Gesicht der Bedienung, als Leroy im Proletenfranzösisch stammelte, dass er gerne eine Flasche Wasser, ein großes Bier und eine Flasche Rosé auf einmal hätte, war übrigens großartig. Die wird ihren Enkeln noch von dem Barbaren erzählen, den sie einst bediente.
So haben alle was davon.
Die Vorspeisen waren großartig, danach gab es Entrecote Frites, einen fetten Nachtisch und nen Kaffee, alles schön runterspült mit erstklassigem Epineuil Rosé.
Vorher hatte ich natürlich auch eine 20-km-Wanderung durch die Weinberge gemacht.
Wer mehr über Brandenburg wissen will statt über Frankreich, der möchte bitte dringendst hier nachlesen. Über Frankreich wurde eh schon genug geschrieben.