Bis Mitte 50 werde ich wohl noch ackern müssen, aber dann ist Schluss. Das hab ich jetzt beschlossen.
Ihr glaubt nicht ernsthaft, dass ich mich bis Ende 60 auslutschen lasse. Leroy hat genug geackert und Steuern gezahlt.
Da nicht davon auszugehen ist, dass ich nochmal reich werde oder innerhalb von fünf Jahren genug passives Einkommen generiere, um die Maschine auf bisherigem Niveau zu füttern, bleibt nur die zweite Variante: das Ding komplett runterfahren.
Hartzen ist natürlich keine Alternative. Auf Kosten anderer Leute lebt man nicht, wenn man das nicht muss. Das ist Parasitentum. Es gehört sich einfach nicht und ich könnte es nicht. Außerdem hätte ich auch keinen Bock, mich von irgendwelchen Beamten schikanieren zu lassen.
Leroys Frau und er haben sich bis dahin ein Wohnmobil gekauft und dann fahrn wir los! Wird reichen für ein bescheidenes Leben bis zur Kiste. So paar Euro nebenbei gehn immer.
Den letzten Kick hat mir der Corona-Wahnsinn gegeben. Danke dafür! Mein ich ernst.
Man sieht immer wieder, dass es nichts gibt, was nicht auch was Gutes an sich hätte.
Leroys Kinder sind schon am Abkotzen - wer soll'n dann das Studium finanzieren?
Na ganz einfach: der Staat! Der druckt die Kohle und dann is fertich. Hab ich neulich gelernt.
Außerdem isses bescheuert zu studieren, aber das wusste ich in dem Alter auch noch nicht.
Seitdem geht's mir total gut. Also mir gings natürlich schon immer gut, aber jetzt halt noch besser!
Darauf ein Clausthaler!
PS: Jeder Euro zählt! Wer genug davon hat und Leroys Frau glücklich machen will, der darf sich hier klug und schön lesen!