Essentielles
Was muss man in seinem Leben alles gelesen haben?
Im Zweifel nichts.
So hatten es fast alle unsere Vorfahren gehandhabt und wussten auch kaum, dass Ihnen etwas fehlt. Sie erzählten sich Geschichten, sangen, dichteten, schauten in die Sterne und hofften, dass der Bär sie nicht holt.
Das Unglück nimmt seinen Lauf
Mit der Schrift und v.a. dem Buchdruck begann die Möglichkeit der Speicherung und genauen Weitergabe von Wissen wie auch von allerlei Unsinn.
In den letzten Jahrhunderten, v.a. im letzten, zählte es im aufkommenden Bildungsbürgertum, also solchen Leuten, die es materiell zu nichts gebracht hatten und sich daher aufs Klugscheißen als Beruf versteiften, zum guten Ton, eine Bibliothek zu besitzen.
Auswüchse
Je größer die Bibliothek, desto klüger und gebildeter dessen Inhaber. Das war der Subtext, wenn man Leute in seine Bibliothek führte. Schwanzvergleich für staatsangestellte Brillenträger sozusagen.
Wer nun studiert, und das gehört sich für diejenigen, die dem Proletariat entkommen zu sein glaubten, nun eben zu den Hauptpflichten, der braucht natürlich auch eine Bibliothek. Jedenfalls war das noch bis vor paar Jahren so.
Faustregel
Leroys Faustregel: Je schwachsinniger, sinnloser und unwissenschaftlicher das Studium, desto größer die Bibliothek des Studenten bzw. Akademikers.
Warum das so ist und so sein muss, werden wir bald weiter unten verstehen bei der Vorstellung des ersten Buches.
Heute
Heute läuft das vermutlich eher elektronisch ab, wobei ich mir vorstellen kann, dass die Studenten der Laberwissenschaften immer noch Bibliotheken haben bzw. anhäufen.
Pikantes aus meiner Vergangenheit
Leroy hatte auch so eine Bibliothek, denn auch seine Vorfahren waren knapp und gerade so dem Proletariat entronnen, auch er sollte "etwas Besseres" werden und auch er hat mehrere Laberwissenschaften bzw. Laberfächer studiert. Ich nenn es lieber Fächer, denn mit Wissenschaft haben Geisteswissenschaften und die mit ihnen verwandten Sozialwissenschaften selbstverständlich rein gar nichts zu tun.
Also hatte auch ich eine große Bibliothek.
Besserung
Die hat Leroy schon lange nicht mehr, denn die hat er weggeschmissen zu 95% bzw. hat sie zu Kohle umgerubelt, wo es möglich war. Übrigens - nur am Rande - eine ziemlich defizitäre Investition, falls sich jemand einredet, er könne seine Bibliothek mal verkaufen später. Es soll ja Leute geben, die glauben, die Tonnen von Papier, die sie im Arbeitszimmer bzw. Wohnzimmer stapeln, seien eine Wertanlage.
Dafür kauft er sich regelmäßig neue Bücher und verkauft sie danach gleich wieder bzw. schmeißt sie weg. Nur sehr weniger werden aufgehoben und zur nochmaligen Lektüre oder nur als Begleiter aufgehoben.
Moral und Ausblick
Ab morgen stelle ich Euch regelmäßig Schwerstgewichte gedruckter bzw. anderweit erhältlicher Wissensspeicher vor. Das bezieht sich natürlich nicht auf mein eigenes Werk, das sogar als Affiliate-Link (wie der untige auch) zweifellos die nächsten Jahrhunderte als Klassiker bzw. Gutenacht-Geschichte gehandelt werden wird.
Die nächsten Tage werden wir uns kurz und knapp dem Peter-Prinzip zuwenden, einem der witzigsten und erschreckendsten Bücher der letzten Jahrhunderte und m.E. ein Muss für jeden, der wissen will, warum die Welt ist, wie sie ist.
Viel Spaß!
PS: Jetzt wird's dicke: Leroy ist sich zu gar nix mehr zu blöde und kaspert auf Facebook rum, ohne dass er wüsste, wie das Ding funktioniert. Ist auch scheißegal, denn mir geht's nur darum rauszufinden, wie lange man braucht, um gesperrt zu werden! Dabei haue ich regelmäßig schwere Sentenzen raus, die so niveaulos sind, dass meine Mutter mir eine knallen würde!