Ich habe eine neue Passion für mich entdeckt beziehungsweise wiederentdeckt: Geschichten zu schreiben.
Das habe ich vor allem zu verdanken, die mich durch ihre Kurzgeschichten dazu inspiriert hat auch (wieder) welche zu schreiben. Zuerst habe ich eine von ihren Geschichten auf meine Art weitergeführt, doch dann habe ich mich auch noch mal an eine eigene gesetzt.
hat mir zur Inspirationshilfe drei Wörter gegeben: Pfefferminze, Hitze und Traum.
Ganz großes Dankeschön für deine Hilfe! Das macht sooooo viel Spaß!
Gewürzte Träume
Eine liebliche Nacht, der Mond schien hell zwischen den Wolken hervor. Das leichte säuseln des Windes war zu hören und, da war es wieder, dieses Verlangen nach Freiheit. Ich lag eingekauert unter meiner Bettdecke und sollte eigentlich schlafen, doch ich schaffte es einfach nicht. Der Drang hinaus zu gehen, den zarten Wind auf meiner Haut zu spüren und einfach zu laufen war größer, als die Vernunft, die mir eigentlich sagte, dass ich für den Test am nächsten Tag ausgeschlafen sein sollte.
Ich konnte einfach nicht widerstehen, ich schlich mich aus dem Bett zum Fenster und öffnete es in der Hoffnung, dass mich keiner hören würde. Eine Weile blieb ich stehen und horchte gespannt, als sich nichts bewegte machte ich mich ans Hinausklettern. Das Fenster lehnte ich an und fing einfach an zu laufen.
Es war wunderschön, ich lief über die große Wiese hinter dem Haus und spürte die leicht feuchten Grashalme, wie sie zärtlich an meinen Beinen strichen. Lief weiter am kleinen Froschteich vorbei, der auf seiner vom Wind leicht gekräuselten Oberfläche den Mond widerspiegelte, bis hin zu meinem Lieblingsort. Dem inzwischen verwilderten Kräutergarten. Dort hatte meine Oma vor vielen Jahren mal sehr geordnet die einzelnen Kräuter gepflanzt und gepflegt, das hat ihr sehr viel bedeutet. Doch seitdem sie knapp ein Jahr zuvor verstorben war, haben die Pflanzen angefangen sich zu verselbstständigen.
Es war ein reinstes Wettgewuchere der einzelnen Sorten von Kräutern. Der Wind rieb leicht an den Blättern, wodurch ein unbeschreiblich leckerer Geruch verbreitet wurde. Kurz blieb ich stehen und genoss einfach nur dieses Gefühl von wohliger Würze. Doch der Wunsch mich zu bewegen war noch nicht befriedigt, also lief ich einfach weiter in Richtung des Waldes. Der Mond saß herrschaftlich auf den Baumwipfeln und ließ die Bäume dunkel und bedrohlich wirken, doch dies hielt mich nicht davon ab bis in den Wald hinein zu laufen.
Es war stockdunkel und das Unterholz knackte unter meinen Füßen, aber ich kannte den Wald so gut, dass es mir keine Angst bereitete. Schon als kleines Kind habe ich dort mit meinen Geschwistern Verstecken und Ticken gespielt.
Langsam fing ich an müde zu werden und mein Atem wurde schwer, also beschloss ich noch bis zur nächsten Lichtung zu gehen und mich dort auszuruhen. Ein umgestürzter Baum lag dort, schon ganz zernagt von den verschiedensten Insekten, doch war er eine perfekte Bank um sich darauf zu legen und den Himmel zu betrachten. Er war nun komplett aufgeklart und ich konnte die Sterne sehen. Sie beschrieben die verschiedensten Muster und…
Ich musste stocken, denn da war er. Ich sah ihn ganz genau. Dort in den Sternen. Sein Gesicht, ganz deutlich erkennbar. Sein etwas spitzes Gesicht, mit der leicht gekrümmten Nase und den süßen Segelohren. Dem weich geformten, leicht zum Lächeln gekräuselten Mund und den wunderschönen tief dunkelblauen Augen.
Während ich ihn so betrachtete, stieg ein Gefühl von Hitze in mir auf. Ich war so was von in ihn verliebt, auch sein Name war so schön, man kann so viel damit rumspielen. Aus Johann wird Jojo, Nono, oder Hanni, Hanno, Janno, oder Janni, doch am liebsten gefiel mir die kurze und einfache Form Jo.
Die Hitze kam nun von meiner Brust auch bis in den Hals und als sie zu meinen Ohren kam, da sprach er: „Was starrst du mich denn so an… ?“,
und ich wachte auf.
- Was passiert wohl am nächsten Tage? Bin offen für Vorschläge aller Art :)
Ich würde gerne mehrere solche Geschichten schreiben und würde mich freuen, ein paar Wortvorschläge zur Inspiration von euch zu bekommen :)