Sie ist gerade mal 930 Meter lang und hat um ein Vielfaches mehr Geschichte geschrieben. Hans Albers, die Beatles, Freddie Quinn, Neger Kalle, die Große Freiheit und der Spielbudenplatz, die Esso-Tanke, das sind einige der Namen, die einem einfallen, wenn man das Wort Reeperbahn hört.
Der Kiez ist Legende in Hamburg, Deutschland und Europa. Einstmals vor den Toren der Stadt, auf St. Pauli gelegen, war es die Meile der Reeper, der Taumacher und Seiler, die für die Herstellung von Schiffstauen eine entsprechend lange und gerade Strecke benötigten.
Die Reeperbahn ist die Vergnügungsmeile für Hamburger und Touristen. Man kommt her, um ins Theater zu gehen, das Schmidts Tivoli, das St. Pauli Theater direkt neben der Davidwache oder ins Musical im Operettenhaus. Mit der Reeperbahn der Nachkriegszeit hat die Straße heute nichts mehr zu tun, auch wenn es solch legendäre Orte, wie die „Ritze“ immer noch gibt.
Es gibt auch immer noch die Herbertstraße, Zutritt nur für Männer.
Allerdings, in den letzten 20 Jahren hat sich die „sündige Meile“ mehr und mehr in eine Touristen-Disneyland-Attraktion verwandelt. Reisegruppen wollen hier ihren Junggesellenabschied feiern, lustige Mädels, ein Wochenende allein auf der Pirsch, lassen sich bis zum Stehkragen volllaufen.
Und weil sich Taxifahrer in der Stadt immer freuen, wenn Fahrgäste während der Fahrt gern mal die Scheibe runterkurbeln, um den Mageninhalt fliegen zu lassen, holen sich viele Besucher noch für einen Schnäppchenpreis im "Lukullus" was zu essen.
Aber es ist immer noch nett, eine Runde über die Reeperbahn zu drehen, wenn man in der Stadt ist. Und manchmal hat man Glück und trifft Udo...